Pflanze
30.07.2007
Internationale Märkte

GVO-frei-Siegel kommt in Moskau gut an

Moskau - Erstmalig in Russland können die Verbraucher in Moskau seit Anfang Juli anhand eines neuen Siegels erkennen, ob ein Produkt frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ist.

gemüse2.jpg gemuese, paprika, tomate
(Foto: Martine Wagner/Fotolia)

Rund 100 Unternehmen der russischen Nahrungsmittelindustrie, die am Hauptstadtmarkt präsent sind, haben sich für die freiwillige Kennzeichnung ihrer Erzeugnisse mit dem Siegel "GVO-frei" entschieden. Nach einer Verordnung der Moskauer Stadtverwaltung dürfen Hersteller beziehungsweise Lieferanten dieses Siegel nur für solche Produkte verwenden, die laut Attest eines der mittlerweile 15 beauftragten Lebensmitteluntersuchungslabors frei von genveränderten Komponenten sind. Die Tests werden auf Kosten der Stadt vorgenommen, so dass die Einführung des Siegels keine Preissteigerungen zur Folge haben dürfte. Zudem können misstrauische Verbraucher Proben von Lebensmitteln, die das "GVO-frei"-Siegel tragen, unentgeltlich untersuchen lassen. Die Ergebnisse solcher Prüfungen werden im Internet veröffentlicht. Der Moskauer Oberbürgermeister Jurij Luschkow hatte sich Ende Juni mit dem Vorschlag an Staatspräsident Wladimir Putin gerichtet, ein landesweites Moratorium für genveränderte Produkte zu verhängen. In einem offenen Schreiben rief er Putin auf, den Anschluss Russlands an das Kartagena-Protokoll über die biologische Sicherheit sowie die Verabschie-dung eines entsprechenden nationalen Gesetzes voranzutreiben. Seit Anfang dieses Jahres ist in der russischen Hauptstadt die Versorgung kommunaler Einrichtungen mit Lebensmitteln, die gentechnisch veränderte Organismen enthalten, verboten. Diese Vorschrift gilt für Kindergärten und Schulen bereits seit Anfang 2006.


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