26.09.2008
Gentechnik
Landliebe ohne Gentechnik
Lüneburg - Campina will ab Oktober ihre Frischmilch und H-Milch ab Oktober und später auch Joghurt und Desserts der Marke Landliebe als „ohne Gentechnik“ ausloben.

(Foto: agrarfoto.com)
Darauf weisen die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Gentechnikfreien Regionen in Deutschland hin. Damit zeige Campina, dass eine Gentechnik freie Produktion möglich sei und sie erwarten, wenn die Premiummarke eines der größten Milch verarbeitenden Unternehmen in Deutschland diesen Schritt gehe, habe dies auch positive Auswirkungen auf den Rest der Branche. Die Umstellung auf gentechnikfreie Futtermittel basiet auf der Verwendung einheimischer Futtermittel wie Rapsschrot und Lupinen.
Die Auszeichnung “ohne Gentechnik“ gebe den Verbraucherinnen und Verbrauchern die Möglichkeit, sich – unabhängig vom Markt der ökologischen Produkte – auch bei tierischen Produkten Milch, Eier und Fleisch eindeutig für Lebensmittel zu entscheiden, die ohne Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel erzeugt worden seien. „Das ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wahlfreiheit der Verbraucher. Dass die Wirtschaft diese Möglichkeit nun eröffnet ist ein deutlicher Beleg dafür, dass die EU-Kennzeichnungsverordnung geändert werden muss. Denn bisher müssen Milch, Eier und Fleisch nicht als gentechnisch verändert gekennzeichnet werden, wenn gentechnisch veränderte Futtermittel verwendet wurden. Diese Kennzeichnungspflicht muss kommen“, so Janßen. „Für die Futtermittelbranche ist der breite Einstieg der Ernährungswirtschaft in die „ohne Gentechnik“-Auslobung die deutliche Aufforderung, endlich offensiv gentechnikfreies Soja zu akzeptablen Marktpreisen anzubieten und anfragende Bäuerinnen und Bauern nicht mehr abzuspeisen, dass „es nicht möglich sei“. (pd)
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