Milch & Rind
28.07.2010
Tierproduktion sichert Arbeitsplätze

Sachsen setzt weiter auf Ausbau der Tierproduktion

Grossenhain - Sachsen setzt weiter auf den Ausbau der Tierproduktion. Darauf hat Landwirtschaftsminister Frank Kupfer beim Besuch mehrerer landwirtschaftlicher Betriebe im Raum Großenhain hingewiesen.

ft_ne_fall_photos.jpg Kuh
(Foto: ne fall photos/Fotolia)

Der Freistaat habe seit 2007 insgesamt 632 Projekte zur Verbesserung der Haltungsbedingungen mit 45,7 Millionen Euro unterstützt. Das Volumen der damit geförderten Gesamtinvestitionen betrage rund 120 Millionen Euro. "Für die Erzeugung von Milch und Eiern, von Rind- und Schweinefleisch im ländlichen Raum Sachsens sprechen gute Gründe", erklärte Kupfer. Sie sichere die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe und sei damit wichtiger Arbeitgeber im ländlichen Raum. Neuinvestitionen in der Tierproduktion solle man aufgeschlossen gegenüberstehen.

Schutz der Anwohner ausreichend gesichert

"Die Vorstellung, einen Schweinestall in die unmittelbare Nachbarschaft zu bekommen, ist zunächst unangenehm", bemerkte der Ressortchef. Die Erfahrung zeige aber, dass der Stall später kaum noch wahrgenommen werde. Durch die erforderlichen immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren sei der Schutz der Anwohner ausreichend gesichert, betonte der Minister. Neben dem Verbleib und der ordnungsgemäßen Verwendung der entstehenden Gülle müsse auch die Einhaltung der maximal zulässigen Geruchsbelastung der Anwohner nachgewiesen werden.

Im Bundesvergleich ist der Viehbestand niedrig 

Der Viehbestand in Sachsen ist nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums im Bundesvergleich niedrig. Bezogen auf die landwirtschaftliche Nutzfläche liegt der Viehbesatz im Freistaat bei 0,56 Großvieheinheiten (GV) pro Hektar, deutschlandweit sind es 0,8 GV/ha. (AgE)


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Herr Kupfer verspielt gerade alles Vertrauen
Herr Kupfer verspielt gerade alles Vertrauen, das Wähler in ihn setzen könnten, indem er z. T. wider bssseres Wissen Dinge behauptet, die so einfach nicht stimmen. Es stimmt nicht, dass die Tiere in den Ställen tiergerecht gehalten werden. Auch zeigt das hohe Auftreten von Bronchitis im Umkreis von Mastanlagen ebenso wie die Erfahrungen der Anwohner auch neuerer Mastställe, dass er versucht, Massentierhaltungen einseitig harmlos darzustellen. Es gibt durchaus Belastungen der Anwohner und somit Einschränkungen für den Tourismus. Auch die Tatsache, dass bei Ansiedlung immer neuer Massenställe die Preise wegen Überproduktion fallen, wird von ihm ebenso ausgeblendet, wie die Schwierigkeiten, die ansässige Betriebe dadurch bekommen.
Kommentar von EPetras – 28. Juli 2010 um 18:44h
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