Donnerstag, 17.05.2012
Wege aus der Absatzkrise: EU-Mittel jetzt beantragen
Brüssel/Berlin - Der Markt für frisches Gemüse steckt wegen der E-coli-Epidemie in der Krise. Deswegen vergibt die EU Mittel zur Absatzförderung. Die Antragsfrist läuft bis 16. August.
Der Mehrfachantrag kann auch online gestellt werden. Da dabei sofort eine Plausibilitätsprüfung der Daten durchgeführt wird, verspricht das Landwirtschaftsministerium weniger Rückfragen.
© Mühlhausen/landpixel
Zur Stützung des europäischen Marktes für frisches Obst und Gemüse vergibt die EU in diesem Jahr früher als geplant Mittel zur Absatzförderung. Denn die Epidemie durch das Bakterium Escherichia coli hat das Verbrauchervertrauen in Obst und Gemüse erschüttert und somit zu einem wesentlichen Rückgang des Verbrauchs geführt.
Verbrauchervertrauen wieder herstellen
Um das Vertrauen der Verbraucher in frisches Obst und Gemüse, das in der
Europäischen Union produziert wird, möglichst schnell wieder
herzustellen, stellt die EU umgehend Mittel zur Kofinanzierung von
entsprechenden Programmen im Binnenmarkt und in Drittländern zur
Verfügung.
In Deutschland können Branchen- und Dachverbände des Obst- und
Gemüsesektors noch bis 16. August Anträge bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) abgeben. Bis
Mitte November diesen Jahres will die Kommission über die Annahme der
beantragten Programme entscheiden.
EU beteiligt sich mit 50 Prozent an Ausgaben
Mit bis zu 50 Prozent beteiligt sich die EU an den Ausgaben. Bei
Absatzförderungsmaßnahmen für Obst und Gemüse, die sich an Kinder in
öffentlichen Schulen richten, beträgt die finanzielle EU-Beteiligung
höchstens 60 Prozent. Den Restbetrag muss der jeweilige Verband tragen.
Bevorzugt werden Kampagnen mit mehrjähriger Laufzeit. Die
Mindestlaufzeit für diese Maßnahmen beträgt ein Jahr; maximal können
drei Jahre gefördert werden.
pd
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