Donnerstag, 17.05.2012
Österreich: Agraraußenhandel 2011 schlägt bisherige Rekorde
Wien - Österreichs Agrarexporte sind heuer um 21% gestiegen. Deutschland ist dabei größter Stabilitätsfaktor und treuester Abnehmer für agrarische Produkte.
Österreichs Exporte von Agrarprodukten haben deutlich zugenommen.
© Bernd Deschauer/pixelio.de
Auch die neuen EU-Staaten positionieren sich als starke
Zukunftsmärkte. Besonders erfolgreiche Segmente sind Rind- und
Schweinefleisch, Käse, Zubereitungen sowie Obst und Gemüse. Das ergab
eine Analyse des Außenhandels im Wertvergleich der ersten Quartale
2010 und 2011. Basis dafür sind die Zahlen der Statistik Austria.
Berlakovich: 'Mit Qualitätsausrichtung auf das richtige Pferd gesetzt'
"Dieses Rekordniveau ist der beste Beweis dafür, dass Österreich auch auf umkämpften Auslandsmärkten punktet und wir
mit der Qualitätsausrichtung unserer Agrarpolitik auf das richtige
Pferd setzen. Ich will, dass die
Wettbewerbsfähigkeit der heimischen, bäuerlichen Landwirtschaft und
Lebensmittelproduktion forciert wird und, dass das auch im Sinne der
Nachhaltigkeit geschieht. Dazu ist eine starke Gemeinsame
Agrarpolitik erforderlich", betont Landwirtschaftsminister Nikolaus
Berlakovich.
Agrarexport in die neuen EU-Staaten entwickelt sich am besten
Die Analyse des ersten Quartals 2011 im agrarischen Außenhandel
beweist einmal mehr, dass Deutschland der wichtigste
Außenhandelspartner war und ist. Seit vielen Jahren exportiert
Österreich ein Drittel seiner Lebensmittel zum deutschen Nachbarn.
Italien als zweitwichtigster Handelspartner und auch die alten
EU-Staaten verlieren hingegen prozentuell Anteile. Im "Rest der Welt"
allerdings sieht alles anders aus. Ganz besonders die neuen
EU-Mitgliedsländer erweisen sich von Jahr zu Jahr mehr als echte
Hoffnungsträger in stabilen Zukunftsmärkten. Immerhin liegt ihr
Anteil am Gesamtexport bereits bei fast 19 %. Auch die Länder
außerhalb Europas importieren zunehmend mehr aus Österreich,
was sich mit über 23 % in der Exportstatistik niederschlägt.
Gesamter agrarischer Außenhandel legt um 21% zu
Im ersten Quartal 2010 exportierte Österreich Agrarwaren im Wert von 1,8 Milliarden Euro, in der Vergleichsperiode 2011 (Januar bis März) waren
das immerhin fast 2,2 Milliarden Euro, was einem Plus von mehr als 20 %
entspricht. Wertmäßig war dabei in absolut allen Betrachtungsräumen
ein klarer Zuwachs zu verzeichnen.
Am deutlichsten fiel dieser in
Deutschland, dem wichtigsten Außenhandelspartner, aus. Auch
Italien überraschte mit erwähnenswerten Wertzuwächsen. Am besten allerdings entwickelten sich die neuen EU-Staaten - allen voran Ungarn, Slowenien und
Tschechien - und auch der Staatenblock außerhalb der EU-Zone. Im Vergleich zur Vorjahresperiode
legten etwa die Vereinigten Staaten um rund 20 % zu, ebensoviel die
Schweiz und mit etwa 25 % Plus rangiert Frankreich an dritter Stelle
dieses Rankings. Beachtlich auch der Zuwachs von 90 % im Außenhandel
mit Großbritannien. Die Zuwächse in den USA, Frankreich und
Großbritannien kommen überwiegend aus dem Bereich der Getränke,
während in der Schweiz Exporterfolge in fast allen Produktsegmenten
zu verzeichnen sind.
ots
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