Anfang der Woche hatte das "Agrarbündnis Bayern" den Bauernverband scharf angegriffen. Angesichts der Vorwürfe zu Agrarexporten und intensiver Bewirtschaftung mahnt der BBV jetzt zur Sachlichkeit.
Vielen Menschen in den Entwicklungsländern fehlt der Zugang zu Resourcen, Landwirtschaft ist nur auf sehr rückständigem Stand - wenn überhaupt - möglich.
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Das Agrarbündnis Bayern hatte "gebetsmühlenartige Aussagen des bayerischen Bauernverbandes, dass eine
intensive Bewirtschaftung und Agrarexporte aus Europa nötig sind, um den
Hunger in der Welt zu verringern", angeprangert. "Die Behauptung ist falsch, dass der Bauernverband für eine intensive
Bewirtschaftung und Agrarexporte aus Europa eintritt, um den Hunger in
der Welt zu verringern", kontert der Bayerische Bauernverband. Tatsache sei, dass der BBV
zu Umwelt- und Naturschutz stehe und sich für eine nachhaltige
Landwirtschaft einsetze.
"Menschen leiden deshalb an Hunger und Mangelernährung, weil ihnen der
Zugang zu Ressourcen fehlt. So können sie weder selbst genügend
produzieren, noch sich Nahrungsmittel kaufen", wird Marlies Olberz von der
Menschenrechtsorganisation FIAN, in der vom Bund Naturschutz verschickten Pressemitteilung zitiert.
Sachlich sind der Bayerische Bauernverband und die Menschenrechtsorganisationen damit nicht so weit voneinander entfernt. Auch der Bauernverband macht sich national und international dafür stark, verlässliche politische Rahmenbedingungen (Good Governance) in den Entwicklungsländern abzusichern. Er unterstützt so das Recht der dortigen Bauernfamilien auf eigene Flächen und das Engagement dieser Bauernfamilien sowie der mit ihnen verbundenen Handwerks- und Gewerbeunternehmen.
"Eine gute Regierungspolitik statt Unruhen, Bürgerkriege und korrupte Regierungssysteme - das ist der Schlüssel, um den Hungernden in den ärmsten Entwicklungsländern zu helfen", erklärt der Bayerische Bauernverband.
In dieselbe Richtung stieß bei der Internationalen Grünen Woche die gemeinsame Erklärung der Bundesminister Ilse
Aigner und Dirk Niebel, die sie gemeinsam mit dem Bauernpräsident Gerd
Sonnleitner und dem Genossenschaftspräsidenten Manfred Nüssel herausgegeben haben:
Sowohl das Agrarbündnis als auch der Bauernverband werden in den nächsten Monaten zahlreiche Gespräche führen, um die Neuausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik mitzugestalten. Dabei werden auch Themen wie die viel diskutierten ökologischen Vorrangflächen, Degression und Kappung der Beihilfen besprochen.
Die Positionen der einzelnen Verbände zur GAP nach 2013 finden Sie hier:
Bayerischer Bauernverband