Donnerstag, 17.05.2012
Agrarexporte: Neuer Halbjahresrekord
Berlin - Die Agrarexport Deutschlands sind im ersten Halbjahr 2011 auf ein Rekordniveau gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Exporte um 11,2 Prozent auf 27,3 Milliarden Euro zu.
Die Gespräche schließen auch den Agrarbereich mit ein. Die unterschiedlichen Politik hätten sich inzwischen so stark angenähert, dass eine Übereinkunft als möglich betrachtet wird.
© Mühlhausen/landpixel
Damit wurde nach Angaben der German Export Association for Food and Agriproducts (GEFA) ein neuer Halbjahresrekord aufgestellt. Der Großteil der Ausfuhren war mit knapp 77 Prozent für die anderen EU-Mitgliedstaaten bestimmt. Der Absatz auf dem Binnenmarkt nahm um neun Prozent auf 21 Milliarden Euro zu. Das dynamischere Wachstum verzeichnete jedoch der Export von Agrar- und Ernährungsgütern in Länder außerhalb der Europäischen Union.
Russland wichtigster Drittlandsmarkt
Der GEFA zufolge kletterte der Drittlandsexport im Berichtszeitraum um
19,2 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. Die wichtigsten Abnehmer waren
- Russland,
- die
Schweiz und
- die Vereinigten Staaten.
Der Absatz nach China legte um 65 Prozent
und der Export nach Saudi-Arabien um 45 Prozent zu.
Niederlande wichtigster EU-Exportmarkt
Die fünf wichtigsten Absatzmärkte für die deutsche Agrar- und
Ernährungswirtschaft innerhalb der EU waren im ersten Semester 2011
- die
Niederlande,
- Frankreich,
- Italien,
- Österreich und
- Großbritannien.
Dabei
wurde im Außenhandel mit Österreich und Großbritannien nur ein
unterdurchschnittliches Wachstum erzielt.
Exporte nach Polen steigen rasant
Voraussichtlich wird Polen das
Vereinigte Königreich noch im Laufe des Jahres vom fünften Platz
verdrängen. Von Januar bis Juni nahmen die Ausfuhren nach Polen um rund
ein Viertel zu. Der EU-Beitritt Polens ist somit aus Sicht der deutschen
Agrar- und Ernährungsindustrie ein großer Erfolg. Im Agrarhandel mit
dem östlichen Nachbarn verzeichnete Deutschland im ersten Semester 2006
noch ein Außenhandelsdefizit von 204 Millionen Euro. Heuer wurde daraus ein
Plus von 273 Millionen Euro.
aiz
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