Donnerstag, 17.05.2012
Agrarexporte laufen weiter gut
Berlin/Wiesbaden - Deutschland kann beim Außenhandel mit Agrar- und Ernährungsgütern weiter zulegen. Der Aufwärtstrend hat sich aber zuletzt etwas verlangsamt.
Während die Getreideexporte schwächeln, legten die EU-Ausfuhren bei Mais zu.
© Maren Beßler/pixelio.de
Nach den zweistelligen Zuwächsen im ersten Quartal des Jahres konnte der Jahresvorsprung im April 2011 laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zwar sogar noch auf 15 Prozent bei den Ausfuhren und 13,8 Prozent bei den Importen erhöht werden; im Mai, als den Agrarexporten im Wert von 4,6 Milliarden Euro Einfuhren von 5,6 Milliarden Euro gegenüberstanden, wurde das Vorjahresniveau aber nur mehr um jeweils 8,9 Prozent überschritten.
Niederlande wichtigster Handelspartner
Wie schon in den Monaten zuvor waren die Niederlande auch im Mai
wichtigster Handelspartner Deutschlands für Agrarprodukte. Verkauft
wurden nach dort vor allem Milch und Milcherzeugnisse sowie Fleisch und
Fleischwaren, während das westliche Nachbarland im Gegenzug insbesondere
Zierpflanzen, Gemüse sowie pflanzliche Öle und Fette lieferte.
An
zweiter Stelle bei den Zielländern stand Polen, das hauptsächlich
Fleisch und Fleischwaren abnahm.
Zeitwichtigster Handelspartner bei den
deutschen Importen war dagegen Brasilien. Neben Kaffee kamen aus dem
südamerikanischen Land vor allem Ölkuchen und Ölfrüchte, aus denen
vornehmlich Biokraftstoffe gewonnen werden.
Agrarsektor bleibt Nettoimporteur
Während der Agrarsektor
Nettoimporteur bleibt, verzeichnet die deutsche Gesamtwirtschaft
fortwährend einen deutlichen Exportüberschuss. Im Mai 2011 wurden laut
den Statistikern Waren für 92,2 Milliarden Euro im Ausland abgesetzt, das waren
19 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.
Die Einfuhren stiegen wertmäßig
ebenfalls, gegenüber Mai 2010 um 14 Prozent auf 77,4 Milliarden Euro. Daraus
errechnet sich allein für den Berichtsmonat ein Positivsaldo von
14,8 Milliarden Euro.
Video: Zu Besuch beim Landhändler
AgE
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