Produktneuheit Mobiler Pellet-Vollernter: Jetzt auch aus Österreich

Schaider Pelletec D 8.0 © Werkbild Bild vergrößern
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Zur Agritechnica 2015 stellte Krone mit dem Premos den ersten mobilen Pelletierer vor. Jetzt kommt Konkurrenz aus Österreich: der Schaider Pelletec D 8.0 mit 600 PS für 500.000 Euro.

Bisher wurde Biomasse am Feld gemäht und gepresst, danach in ein Pelletswerk transportiert. Die Ballen wurden dort aufgerissen und aufbereitet, schließlich pelletiert und gelagert.

Krone stellte mit dem Premos schon zur Agritechnica 2015 einen anderen Weg vor: eine mobile Pelletieranlage, die direkt am Feld Pellets presst.

Nun stellt der österreichische Hersteller Schaider seinen Pelletec D 8.0 vor, der Pellets ebenfalls mobil, oder aber stationät presst. Bis zu 8 Tonnen Biomasse sollen pro Stunde zu gebrauchsfertigen Pellets verarbeitet werden.

Pelletieranlage und Zusatzgeräte für 700.000 Euro

Die im Schaider Pelletec D 8.0 erstmals verwendete, patentierte Technik und das Symmetric Double Ring-System (SDR) ermöglichen es laut Schaider, den Energieeinsatz für den Prozess auf unter 3 Prozent zu senken. Dazu komme noch das Einsparungspotenzial durch geringere Transport- und Lagerkosten im Verhältnis zum Ausgangsmaterial.

So berechnet Schaider, dass sich die Anschaffung der Erntemaschine (Kaufpreis etwa 500.000 Euro, inkl. Peripheriegeräte etwa 700.000 Euro) bereits in knapp zwei Jahren amortisiert. Basis sind 1.000 Betriebsstunden jährlich und ganzjährige Verfügbarkeit.

Schaider Pelletec D 8.0: Die technischen Details von vorne bis hinten

  • Vorsatz: An der Front des Traktors hängen wahlweise das Schneidwerk für Ganzpflanzen bzw. halmgutähnlichem Material, das reihenlose Schneidwerk für Feldhäcksler zum Mähen von grobstängeligem Material oder die Pickup zur Materialaufnahme im Schwad. Dann wird es vorzerkleinert.
  • Materialtransportleitung: Über einen Schlauch wird das Material vom Schneidwerk über den Traktor (ab 200 PS) nach hinten zum Pelletierer geleitet.
  • Feinhäcksler: Entsprechend dem Pelletdurchmesser wird das Material nochmals zerkleinert.
  • Trägeranhänger: Dann ist der Rohstoff im Pelletierer angekommen. Die Anlage wird von einem 6-Zylinder-Reihenmotor von Cat mit 18,1 l Hubraum und 600 PS angetrieben.
  • Vorwärmung: Mit der Motorabwärme wird das Material auf bis zu 70 °C vorgewärmt. So können auch Additive beigemischt werden.
  • Verdichter: Das Material wird dann mit Hilfe eines patentierten SDR-Systems zu fertigen Pellets verdichtet. Der Durchsatz beträgt laut Schaider 8 t/h.
  • Bunker: Ein Sieb sondert noch den Staub von den fertigen Pellets ab, dann landen sie im Bunker, wo sie gekühlt werden.

Mit Material von Schaider GmbH

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