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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Landtechnik » Spezielles » Agritechnica-Osteuropa ]
Donnerstag, 17.05.2012
Spezielles | 18.11.2011 Redaktion agrarheute.com

Agritechnica: Welternährung mit Landtechnik sichern

Hannover - Was können Russland und die Ukraine zur Sicherung der Ernährung aus landtechnischer Sicht beitragen? Darum ging es in der Arbeitsgruppe "Agrarwirtschaft" auf der Agritechnica.
Die Osteuropakonferenz stieß auf reges Besucherinteresse.© dlg
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Die Osteuropakonferenz stieß auf reges Besucherinteresse.
© dlg
Die politische Wende 1989/90 und die spätere Osterweiterung der EU lösten in der Landwirtschaft zunächst große Skepsis wegen der dort schlummernden Produktionsreserven aus. Der Ost-Wettbewerb bleibt aufrecht, doch wird er vor dem Hintergrund der rasant wachsenden Weltbevölkerung heute anders gesehen. Die Arbeitsgruppe "Agrarwirtschaft " im Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft unter Vorsitz von Franz-Georg von Busse befasste sich im Rahmen der Agritechnica mit dem möglichen Beitrag Russlands und der Ukraine zur Sicherung der Ernährung aus landtechnischer Sicht.

Russland zweitgrößter Importeur

Moderne, leistungsstarke Landtechnik wird insbesondere in Russland und der Ukraine als Aus- und Nachrüstung einerseits benötigt, anderseits wird von der westlichen Agrartechnik-Industrie, vornehmlich der deutschen, die Lieferung dieser Maschinen intensiv angestrebt.
 
Erstmals seit 2008 nimmt Russland im deutschen Landtechnik-Export heuer mit fast 600 Millionen Euro wieder die zweite Position hinter Frankreich ein. Deutschland exportiert rund 70 Prozent seiner Landtechnik-Erzeugung.
 
Staat an Know-how interessiert
 
Russland ist jedoch keine glatte Autobahn für Westimporte an Agrar- und Technikprodukten. Das Land verfügt bereits über sehr gut ausgebildetes Personal, und der Staat ist diesbezüglich vorrangig an weiterem Know-how interessiert. Zum Beispiel betreibt das Saatzucht-Unternehmen KWS dort eine Versuchsstation und der Mähdrescher-Hersteller Claas ein praxisorientiertes Ausbildungszentrum. Auch ein Praktikantenaustausch funktioniert schon seit 20 Jahren.
 
Trotzdem hängt vor allem über der deutschen Landmaschinenindustrie das Damoklesschwert in Form von diversen Hemmnissen, insbesondere von wirtschaftspolitischen und rechtlichen Rahmenbedingungen sowie von Importzöllen, die nur mit aufwendigen Produktionsanlagen vor Ort gemeistert werden können. So produziert etwa JohnDeere in Domodedovo, Eurotechnica in Samara und Claas in Krasnodar. Zwischen 2005 und 2010 wurden geschätzte 100 bis 200 Millionen Euro von deutschen Firmen in Russland und 50 bis 70 Millionen Euro in der Ukraine investiert.
 
Großes Wachstumsfeld
 
Die Unternehmen lassen sich durch Probleme nicht entmutigen, denn der Markt ist groß: Die russische Landmaschinenbranche setzte 2010 umgerechnet rund drei Milliarden Euro um und davon fiel noch die Hälfte auf Importe. Russland und die Ukraine zählen zu den global führenden Getreideproduzenten; Experten schätzen die mögliche Steigerung der Erzeugung im nächsten Jahrzehnt auf mehr als ein Drittel. Das Potenzial Russlands und der Ukraine bei der Herstellung von ausreichenden, hochwertigen und wettbewerbsfähigen Nahrungsmitteln zur Versorgung der eigenen Bevölkerung, aber auch die Förderung der eigenen Produktion für die Exportmärkte eröffnet laut Experten ein großes Wachstumsfeld für die Akteure des Agribusiness.
aiz
Silbermedaillen für 39 Neuheiten (15.11.2011)
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Keywords Agritechnica | Export | Getreideproduktion | Landmaschinen | Landtechnik | Maschinen | Osteuropa | Russland | Ukraine | Wachstumsmarkt
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