Frankfurt/Main/Hannover/Bad Homburg - 2.611 Aussteller, 15 Prozent mehr als im Rekord-Vorjahr, sechs zusätzliche Hallen auf 39 Hektar - die diesjährige Agritechnica verspricht, ein Highlight zu werden.
"Die internationale Landtechnik-Ausstellung, die
Agritechnica 2011, hat eine bisher nicht gekannte Sogwirkung auf die Hersteller von Traktoren, Landmaschinen, Zubehör und Ersatzteilwesen aus dem In- und Ausland ausgeübt", freute sich Dr. Reinhard Grandke, Hauptgeschäftsführer der
DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) auf der gestern und heute stattfindenden Vorpressekonferenz.
"In diesem Jahr präsentieren über 2.600 Aussteller aus 48 Ländern ihre
Neu- und Weiterentwicklungen auf dem Messegelände in Hannover", informierte
Dr. Jochen Köckler, Geschäftsführer des DLG-Fachbereichs Ausstellungen. Mit genau 2.611 Direktausstellern und 48 zusätzlich vertretenen Unternehmen aus 48 Ländern verzeichnet die
DLG als Veranstalter einen neuen Höchststand. Die Zahl der Aussteller liegt um rund 15 Prozent höher als bei der bisherigen Rekordveranstaltung vor zwei Jahren. Auch die Ausstellungsfläche ist um sechs Hallen auf insgesamt 24 Hallen und rund 39 Hektar angewachsen.
Konzept 2011: Weiterentwicklung von 2009
"Das Konzept für 2011 basiert auf den sehr guten Erfahrungen mit der
Weiterentwicklung in 2009. Durch das weitere Wachstum um sechs Hallen
wurden die Bereiche Komponenten/Ersatzteile in die Hallen 25 und 26
plaziert. In den Hallen 22 und 23 wurde ein Zentrum für Kommunaltechnik
und Landschaftspflege eingerichtet und damit ein eigenständiger
Ausstellungsbereich für diese Branchen geschaffen. Der Bereich
Energiepflanzenproduktion/NaWaRo ist in den Hallen 20 und 21
angesiedelt, die Forsttechnik in den Hallen 21 und 24 sowie im daneben
liegenden Freigelände", so Köckler.
Wie aus den Neuheitenanmeldungen abzulesen
ist, ist auf der diesjährigen
Agritechnica mit einem Feuerwerk an
Innovationen zu rechnen. Der starke Ausstellerzuwachs ist mit einem Plus von rund 20 Prozent
gegenüber der letzten Veranstaltung überwiegend aus dem Ausland zu
verzeichnen. Erstmals kommt die Hälfte der Aussteller aus dem Ausland.
Die meisten der insgesamt 1.334 Auslandsunternehmen rekrutieren sich aus
- Italien (309 Unternehmen),
- den Niederlanden (109),
- aus Frankreich (90),
- China (83),
- Österreich (76),
- Türkei (66),
- Dänemark (58),
- Kanada (48),
- Großbritannien (43),
- Spanien (40),
- Polen (38),
- Indien (35) und
- Finnland
(34).
Auffallend ist, dass aus fast allen Ländern Zuwächse zu
verzeichnen sind.
Special 'Smarkt Farming'
"Größer, schneller, breiter, diese Attribute kennzeichnen weiterhin zahlreiche Entwicklungen in der Landtechnik, sie werden aber in ihrer Bedeutung zunehmend und flächendeckend überlagert durch ständig neue Entwicklungen in der Elektronik und Sensorik", sagte Prof. Dr. Karlheinz Köller von der Universität Hohenheim bei der Vorpressekonferenz. Diese bestimmen heute überwiegend den Innovationsgrad von Maschinen und Systemen mit dem Ziel, Prozesse noch effizienter, präziser, umweltschonender und kostensparender zu gestalten.
"Die mit dem Begriff "Precision Farming" gekennzeichnete Entwicklung wird erweitert um die Verknüpfung verschiedener öffentlicher und betrieblicher Informationsquellen mit automatisierten Entscheidungshilfen, nicht nur mit dem Ziel, einzelne Prozesse zu optimieren, sondern um neue Strategien der Bestandes- und Betriebsführung zu ermöglichen", so Köller. Diese Weiterentwicklung, einzelne Bausteine des "Precision Farming" zu einer Gesamtstrategie zu verbinden, heißt "Smart Farming". Es wird im Rahmen eines "Agritechnica-Specials" präsentiert.
"Noch vor etwas mehr als einem Jahr hätte kaum jemand daran geglaubt,
dass wir 2011 den zweithöchsten Umsatz aller Zeiten verbuchen können. 20
Prozent Wachstum bei einem Umsatz von 6,6 Milliarden Euro aus deutscher
Produktion verdeutlichen den internationalen Stellenwert der
Agrartechnikindustrie in Deutschland auf ein Neues", sagte
VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer.
Dass sich dieser Trend bis ins kommende Jahr fortsetzen werde, sei
sicher anzunehmen, so Scherer weiter, schließlich "zeigen dies unsere
Prognosemodelle recht verlässlich."
Das Europas Landwirte optimistisch in die Zukunft blicken zeigen auch die
Ergebnisse des Trendmonitors Europa, den die
DLG zusammen mit Europas
führendem Agrarmarkt-Forschungsinstitut, der Kleffmann Group
(Lüdinghausen/Westfalen), aktuell in Deutschland, Frankreich,
Großbritannien, Polen, Ungarn und Tschechien durchgeführt hat. Die
Landwirte in Deutschland, Frankreich und Großbritannien erachten der
Umfrage zufolge ihre aktuelle Geschäftslage stabil auf hohem Niveau.
Auch für die Länder Polen, Tschechien und Ungarn kann im langjährigen
Trend eine positive Einschätzung zur aktuellen Geschäftslage verzeichnet
werden.
Was ist neu, welche Highlights präsentieren die Firmen? Wir
waren für Sie vor Ort und haben einige Aussteller nach ihren
Produktneuheiten befragt. Das Video mit den Antworten sehen Sie morgen
auf agrarheute.com
Die
Agritechnica findet vom 15. bis 19. November auf dem
Messegelände in Hannover statt, Exclusivtage sind am 13. und 14.
November. Mehr zum Programm erfahren Sie
hier ...