Montag, 21.05.2012
Ferkelerzeuger sicher und schnell fördern
Pocking - Landwirtschaftsminister Helmut Brunner gibt ein umfassendes Aktionsprogramm bekannt, um die bayerischen Ferkelerzuger besser unterstützen zu können.
Bei der Novelle des Tierschutzgesetzes steht die Ferkelkastration mit auf der Tagesordnung.
© Mühlhausen/landpixel.de
Landwirtschaftsminister Helmut Brunner hat ein Aktionsprogramm aufgelegt, um die bayerischen Ferkelerzeuger in der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Situation zu unterstützen. „Wir haben ein Bündel von Maßnahmen in die Wege geleitet, damit die Betriebe die finanziellen und betrieblichen Herausforderungen bewältigen können“, sagte der Minister bei der Vorstellung des Programms im niederbayerischen Pocking.
Programm umfangreich gestaltet
Im Rahmen des Aktionsprogramms wurde zusätzlich zur bestehenden Fachberatung eine „Schwerpunktberatung Sauenhaltung“ eingeführt. Zudem bietet die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft spezielle Fachtagungen und Lehrgänge an und führt praxisorientierte Versuche durch. Die Einzelbetriebliche Investitionsförderung stockt Brunner um zwei Millionen Euro auf, um die Ferkelerzeuger „bevorzugt, sicher und schnell fördern zu können“. Zur Absatzsicherung setzt er auf die Nutzung des neuen Programms „Geprüfte Qualität (GQ) – Bayern“. Das GQ-Siegel garantiert dem Verbraucher, dass die Tiere in Bayern geboren und gemästet wurden.
Ferkel in Bayern selber erzeugen
Laut Brunner hatten die Ferkelerzeuger lange Zeit mit niedrigen Ferkelpreisen zu kämpfen. Zusätzliche Belastungen bringen die hohen Futterkosten und die bis zum Jahresende umzusetzende Umstellung auf Gruppenhaltung. Diese macht bei vielen Betrieben zusätzliche Investitionen erforderlich. „Wir wollen den Ferkelerzeugern in dieser schwierigen Phase zur Seite stehen“, so der Minister. Ziel sei, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass auch künftig ein Großteil der für die Mast benötigten Ferkel in Bayern selbst erzeugt wird.
Die Schweinehaltung hat große Bedeutung für die bayerische Landwirtschaft: In rund 7 100 Betrieben werden knapp 3,5 Millionen Schweine gehalten, davon rund 310 000 Zuchtsauen. 560 000 Tonnen Schweinefleisch werden jährlich im Freistaat erzeugt.
Lösungen gesucht: Nach der Gruppenhaltung kommt der Ferkelschutzkorb
pd
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