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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Landtechnik » Ackerbau » Amazone-Bericht2010 ]
Montag, 21.05.2012
Ackerbau | 3.02.2011

Amazone startet durch

Hasbergen-Gaste - Das Umsatzergebnis der Amazonen-Werke im Geschäftsjahr 2010 lag mit 290 Millionen Euro deutlich über den Erwartungen.
EDX-Einzelkornsämaschine aus der EDX-Baureihe© Amazone
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EDX-Einzelkornsämaschine aus der EDX-Baureihe
© Amazone
Der Landmaschinenhersteller war angesichts der Wirtschaftskrise noch von Umsatzrückgängen bis zu 15 Prozent ausgegangen. Weiter wird mitgeteilt, dass 75 Prozent des Umsatzes in Westeuropa inklusive Deutschland erzielt wurden, 20 Prozent in Osteuropa und fünf Prozent im Rest der Welt. Die Anzahl der Mitarbeiter habe wie in den vergangenen Jahren konstant bei 1.500 gelegen. Der Exportanteil habe wieder 75 Porzent vom Gesamtumsatz betragen.
 
"2010 war ein sehr wechselhaftes Jahr", blicken die Geschäftsführer Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer zurück. "Zunächst ist es sehr gut gelungen, das Unternehmen und seine Strukturen an die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise anzupassen. Wir sind froh, dass dabei die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft erhalten werden konnten. Im weiteren Jahresverlauf hat die Investitionsbereitschaft unserer Kunden wieder zugelegt, so dass wir in der zweiten Hälfte 2010 deutlich mehr Maschinen verkauft haben." So habe die Amazone Gruppe die Umsätze unter anderem in Russland, der Ukraine und Polen um über 50 Prozent gesteigert. In vielen Ländern habe Amazone gleichzeitig seine Marktanteile weiter erhöhen können.

Auftragsbestand doppelt so hoch wie im Vorjahr

2010 sei aber auch ein Jahr neuer Produkt-Meilensteine für die Unternehmensgeschichte gewesen. So habe Amazone mit dem Pantera den ersten im eigenen Hause entwickelten und gefertigten Pflanzenschutz-Selbstfahrer in den Markt eingeführt. Nunmehr könne man selbstfahrende Pflanzenschutzspritzen in wesentlich größeren Stückzahlen ausliefern als bisher und noch schlagkräftiger auf die Anforderungen der internationalen Märkte reagieren.
 
Außerdem habe Amazone die Baureihe der EDX-Einzelkornsämaschinen um drei neue Anbaumaschinen erweitert und biete sie jetzt als Komplettprogramm für alle relevanten betrieblichen Anforderungen an, um auf diesem wichtigen Zukunftsmarkt noch einmal zuzulegen. Für das bevorstehende Halbjahr rechnen die Geschäftsführer mit einer zusätzlichen Absatzsteigerung und erwarten zugleich für 2011 wieder ein Wachstum im zweistelligen Prozentbereich.
 
Als Folge der gestiegenen Erzeugerpreise seien Stimmung und Investitionsbereitschaft bei den Landwirten in Ost und West gut, so dass der Auftragsbestand derzeit doppelt so hoch liege wie im Vorjahr. Nicht nur in Deutschland sondern auch in den meisten anderen Ländern Westeuropas habe die Nachfrage angezogen. Besonders stark zeige sich dies auf den für Amazone wichtigen Exportmärkten Frankreich, England sowie Skandinavien. In Osteuropa und den GUS-Staaten gestalte sich die Entwicklung ebenfalls positiv. Besonders in Russland, Polen und der Ukraine sei für das Frühjahr 2011 eine weitere Steigerung zu erwarten.

Umfassende Investitionen für 2011 in Planung

Bei den Investitionen habe Amazone im zurückliegenden Jahr trotz der zunächst schwachen Marktentwicklung viele Projekte weitergeführt. So sei auf dem Gelände der englischen Tochtergesellschaft ein neues ActiveCenter eröffnet worden. Im Werk Hude habe ein neues und hochmodernes Bearbeitungszentrum für die Kreiseleggen- und Kreiselgrubberfertigung in Betrieb genommen werden können, mit dem Haltbarkeit und Laufruhe dieser Maschinen weiter verbessert worden seien.
 
Die Geschäftsführer blicken mit Zuversicht nach vorn: "Mit innovativen Maschinen und Verfahren, wettbewerbsfähigen Preisen und einem schlagkräftigen Service sehen wir uns gut aufgestellt. Die Rahmenbedingungen sind ebenfalls gut, so dass wir für das nächste Jahr wieder auf organisches Unternehmenswachstum setzen." Parallel dazu seien umfassende Investitionen geplant, die entsprechend der Philosophie der Nachhaltigkeit an der langfristigen finanziellen Sicherheit ausgerichtet seien. So will Amazone unter anderem in weitere Montagehallen investieren, um die Fertigungskapazitäten zu erweitern.

Service- und Schulungsangebote weiter ausgebaut

Um angesichts einer immer komplexeren Technik den steigenden Servicebedarf der Amazone-Kunden zu erfüllen, hat Amazone in Hasbergen-Gaste neben dem zentralen Parts Center Worldwide ein neues Kundendienstzentrum eingerichtet und die Zahl der Servicemitarbeiter aufgestockt. In zahlreichen ActiveSeminaren habe man außerdem die Schulungen als kompetenter Partner für den "Intelligenten Pflanzenbau" fortgesetzt. In den ActiveCentern Hasbergen-Gaste, Hude, Leipzig, Harworth (England) und Auneau (Frankreich) hätten wieder zahlreiche Landwirte und Lohnunternehmer an Fachseminaren und Feldtagen zu Themen des "3C - Cost Cutting Concept" teilgenommen.
 
Ein Höhepunkt wären die Feldtage Amatechnica im Herbst 2010 in Hasbergen-Gaste mit Maschinenvorführungen und Fachvorträgen gewesen. Sicherlich auch als Folge dieser intensiven Betreuung und Kommunikation mit den Kunden habe sich Amazone im Ranking der jährlich von der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) durchgeführten Image-Barometer-Befragung weiter verbessern können. Hier habe das Unternehmen schon das zweite Jahr in Folge erfreuliche Zuwächse auf seinen bisher höchsten Imagewert erzielt und rangiere nun unter allen in Deutschland vertretenen Landmaschinenherstellern auf Platz fünf.

Nachfrageschwerpunkt in Westeuropa bei der Sätechnik

2010 habe sich der Nachfragetrend in Richtung der gut ausgestatteten, schlagkräftigen und zugleich umweltschonenden Amazone-Maschinen weiter verstärkt. Parallel zur Markteinführung des Selbstfahrers Pantera und der Programmabrundung bei den EDX-Einzelkornsämaschinen habe sich der Absatz von hydraulisch angetriebenen Wiegestreuern sowie elektronisch geregelten Pflanzenschutzspritzen sehr positiv entwickelt. Zugleich seien Düngerstreuer und Spritzen zunehmend mit der automatischen Teilbreitenschaltung GPS-Switch ausgerüstet worden.
 
Im Bereich der Bodenbearbeitung war Amazone eigenen Angaben zufolge mit den neuen Kompaktscheibeneggen Catros+ sowie den neuen Cenius-Grubbern besonders erfolgreich. Bei der Sätechnik habe der Nachfrageschwerpunkt in Westeuropa auf den aktiv arbeitenden Säkombinationen gelegen. Im Herbst sei die 100.000ste Säkombination an einen Landwirt in Österreich ausgeliefert worden. In Richtung Osten hingegen zog die Nachfrage nach den Großflächensämaschinen Cirrus, Citan, Condor und Primera an.
 
In der Kommunaltechnik hat Amazone den neuen selbstfahrenden Profihopper mit Allradantrieb sowie den neuen gezogenen Grasshopper GHS Drive in den Markt eingeführt. Mit diesen Entwicklungen will man auch den kommunalen Kunden neue kostensparende Maschinen zur Verfügung stellen.
 
"Die Innovationen sind weiterhin eine besondere Stärke von Amazone", benennen die Geschäftsführer einen wichtigen Erfolgsfaktor. Sie kündigen an, dass für die im Jahr 2011 anstehenden internationalen Landtechnikmessen Sima in Paris sowie die Agritechnica in Hannover wieder mit zahlreichen Produktinnovationen von Amazone zu rechnen ist.

Neue Märkte auf der ganzen Welt

Am Ausbau seiner Präsenz auf den internationalen Märkten hat der Landmaschinenhersteller ebenfalls weiter gearbeitet. In Nordamerika sei in Kooperation mit regionalen Importeuren der Aufbau einer Vertriebs- und Serviceorganisation forciert worden. Weitere Märkte, auf denen sich Amazone derzeit zusätzliche Absatzpotenziale erschließt, seien Südamerika und Asien.
 
Die mittel- und langfristigen Perspektiven für die Landwirtschaft und die Landtechnik beurteilen die Amazone-Geschäftsführer nach wie vor gut. Vor dem Hintergrund der weiter wachsenden Weltbevölkerung sowie knapper werdenden landwirtschaftlichen Nutzflächen sei zu erwarten, dass die Nachfrage nach Agrarprodukten und damit nach leistungsfähiger Landtechnik weiter andauern werde. Bei allem Optimismus sehen die Geschäftsführer aber auch besondere Herausforderungen. "Wir müssen davon ausgehen, dass es durch schwankende Erzeugerpreise in der Landwirtschaft, aber auch durch allgemeine politische und wirtschaftliche Entwicklungen immer wieder zur Stagnation oder zu Rückgängen auf den Märkten kommen kann. Nach den Erfahrungen in der jüngsten Vergangenheit sind wir jetzt noch besser vorbereitet, um auch solche Entwicklungen flexibel zu meistern." (pd) 
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Keywords Amazonen-Werke | Dreyer | Geschäftsbericht 2010 | Investitionen
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