Montag, 21.05.2012
Tischgespräch mit Christian Dreyer
Hasbergen-Gaste - Der Leitspruch „Wir müssen hinaus in die Welt“ stammt schon vom Urgroßvater und hat auf besondere Weise das Leben von Christian Dreyer geprägt.
Als geschäftsführende Gesellschafter in vierter Generation stehen Christian Dreyer und Dr. Justus Dreyer an der Spitze der Amazone-Gruppe.
© Amazone
Und wie gut es funktionieren kann,
dass über mehrere Generationen
hinweg immer jeweils nur ein Mitglied
der beiden Familienstämme Besitz
und Verantwortung übertragen bekommt,
zeigt ein Blick auf das just
veröffentlichte Jahresergebnis: Mit 395
Millionen Euro hat die Amazone Unternehmensgruppe
in 2011 einen neuen Rekordumsatz
erreicht.
Dass die Erben des Firmengründers den
Leitspruch „Wir müssen hinaus in die
Welt“ verinnerlicht haben, belegen die
Tochtergesellschaften in Frankreich, Russland,
England, Ungarn, Ukraine und
Kasachstan sowie Importeure in weiteren
65 Ländern, auch auf den Kontinenten
Nord- und Südamerika sowie Australien.
„Mir selbst wurde das ‚Hinaus in die Welt’
quasi in die Wiege gelegt, schließlich ist
meine Mutter Österreicherin,“ erzählt
Christian Dreyer lächelnd und entspannt
im Sessel sitzend in einem der Besprechungsräume
des erst anlässlich des
125-jährigen Jubiläums in 2008 gebauten
Active-Centers in Hasbergen-Gaste. „Ich
durfte schon früh ein längeres Praktikum
in England machen, war ein halbes Jahr
als Praktikant in Frankreich und habe
später auch ein Jahr dort gearbeitet. Und
wie wichtig die Grundeinstellung für den
Blick über die eigenen Landesgrenzen ist,
lässt sich mit unserer Exportquote von
mittlerweile gut 80 Prozent belegen.“
Reisen ist Teil unseres Berufes
Worauf der Normalbürger das ganze Jahr
hinfiebert – die Reise in ein fernes Land
im Urlaub – ist für den knapp 48-jährigen,
zweifachen Familienvater Teil seines
Berufes: "Durch unsere Auslandsaktivitäten
bin ich schon sehr viel unterwegs.
Deshalb sind meine Hobbies eher im sportlichen und familiären Bereich angesiedelt.
Wobei ich Skifahren, Snowboarden,
Joggen, Radfahren, Tennis und Volleyball
selbst in jungen Jahren eigentlich
nie unter dem absoluten Leistungsgedanken
betrieben habe. Mittlerweile stehen
sowieso mehr das Freizeitvergnügen und
der Ausgleich im Vordergrund. Ich genieße
es richtig, gemeinsam mit meiner
Frau und den beiden Kindern einen Abstecher
in die Berge zu machen – und im
Übrigen ist es neben der schönen Aussicht
schon ein erhebendes Gefühl, oben
am Gipfel anzukommen. Und wenn
mich mein Sohn nach dem Abendessen
noch zu einer Partie Basketball animiert,
dann kann ich die Arbeit sehr gut Arbeit
sein lassen. Grundsätzlich bin ich der Ansicht,
dass nicht nur der Leistungssport
ganz hilfreich ist im späteren beruflichen
Leben. Auch durch einen aktiven Freizeitsport
fordert man sich zum einen selbst
heraus, und zum anderen lernt man seine
Grenzen kennen. Außerdem ist Beharrlichkeit
im Sport wie im Beruf Grundvoraussetzung."
Das ganze Interview mit Christian Dreyer ist in der aktuellen Ausgabe der AGRARTECHNIK erschienen.
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