Montag, 21.05.2012
Amazone-Umsatz erreicht 2011 neuen Rekord
Hasbergen-Gaste - Mit 395 Mio. € hat die Amazone Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2011 einen neuen Rekordumsatz erreicht. Die Umsatzzahl stieg im Vergleich zum Vorjahr (290 Mio. €) um mehr als 35 %.
Der Selbstfahrer Pantera von Amazone sei vom Markt sehr gut angenommen worden, berichtet das Unternehmen.
© Werkbild
Damit wird zugleich das bisherige Spitzenergebnis aus dem Jahr 2008 (380 Mio. €) getoppt, wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung verkündet. Der Exportanteil belief sich demnach auf knapp 80 %, die Anzahl der Mitarbeiter stieg von 1.500 auf rund 1.600. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen in Höhe von 5 % des Umsatzes. In Sachanlagen hat Amazone 2011 über 12 Mio. € investiert, davon allein 10 Mio. € für den Ausbau der Werksstandorte in Deutschland.
Umsatzsteigerung lag in Österreich bei 30 %
Auf dem Heimatmarkt Deutschland steigerte Amazone die
Umsätze um über 20 %, in Österreich sogar um 30 %. Überdurchschnittlich
gut entwickelten sich die Absatzzahlen u. a. auch in Russland,
Frankreich, England, Australien, Neuseeland, dem Baltikum, der
Tschechischen Republik und Ungarn. Innerhalb der Kompetenzbereiche
Bodenbearbeitung, Saat, Düngung, Pflanzenschutz- und Kommunaltechnik
legte die Nachfrage vor allem bei Einzelkornsämaschinen und
Großflächensätechnik überdurchschnittlich zu. "Generell war die
Grundstimmung in der Landwirtschaft sehr positiv, die
Landmaschinenkonjunktur lief im In- und Ausland auf Hochtouren",
blicken die Amazone Geschäftsführer Christian Dreyer und Dr. Justus
Dreyer auf das Geschäftsjahr 2011 zurück.
"Dass
die Umsatzsteigerung bei Amazone mit mehr als 35 % deutlich über dem
Branchendurchschnitt liegt, freut uns natürlich ganz besonders. Diesen
Erfolg verdanken wir zum großen Teil dem Engagement unserer
Vertriebspartner und Mitarbeiter", so Christian Dreyer. "Aber wir
ernten auch die Früchte dafür, dass wir unsere Produktpalette und
Serviceangebote in den ruhigeren Jahren 2009 und 2010 weiter ausgebaut
haben. Damit sind wir gestärkt aus der Wirtschaftskrise
hervorgegangen." Wichtiger als die gewaltigen Umsatzsprünge sei jedoch
das nachhaltige Wachstum ihres Familienunternehmens, betonten die Geschäftsführer. "Deshalb haben wir auch 2011 umfangreich in Produktion, Produkte und die Erschließung neuer Märkte investiert".
12 Mio. Euro in die Produktion investiert
Wie sich Umsatzwachstum und Investitionen
ergänzten, zeige das Beispiel des erst Ende 2010 auf den Markt
gebrachten Selbstfahrers Pantera, der sehr gut vom Markt angenommen
worden sei. Um die große Nachfrage optimal zu bedienen, habe Amazone
die Fertigungskapazitäten für den Pantera am Standort
Tecklenburg-Leeden durch eine neue Werkshalle mit 1.500 m² Grundfläche
aufgestockt. Mit einer weiteren, gleich großen Halle sei außerdem Raum
für die Produktion der Großflächensämaschinen Primera DMC geschaffen
worden. Auch am Standort Hude-Altmoorhausen habe Amazone zwei
Hallenneubauten mit insgesamt knapp 5.000 m² Grundfläche fertiggestellt
und so die Kapazitäten an diesem Standort verdoppelt. Außerdem seien
hier 10.000 m² Außenfläche befestigt und eine neue Steinteststrecke für
Kreiselgrubber/-eggen gebaut worden.
Nach
wie vor planten die Amazonen-Werke für den Standort Altmoorhausen, an
dem eine Gesamtfläche von 25 Hektar zur Verfügung stehe, mit
Investitionen von 25 Mio. Euro.
Am Standort Leipzig werde in Kürze mit dem Bau einer modernen,
umweltschonenden Pulverbeschichtungsanlage begonnen. Es werde die
bislang größte Einzelinvestition an diesem Standort sein, an dem
Amazone seit 1998 insgesamt über 20 Mio. Euro investiert habe. Für 2012
plane Amazone in Leipzig außerdem den Bau einer neuen Lager- und
Logistikhalle.
Kundendienst und Service ausgebaut
Um die Neuentwicklungen weiter voranzutreiben, habe Amazone
2011 auch die Anzahl der Mitarbeiter im Bereich Produktentwicklung und
Versuchswesen auf 165 erhöht. Weiterhin habe Amazone in den Ausbau von
Service und Kundendienst investiert. So seien z.B. im neuen
Trainingscenter in Hude im Verlauf des Jahres 2011 insgesamt 1.200
Servicemitarbeiter von Amazone Vertriebspartnern in Theorie und Praxis
geschult worden.
Mittelfristiges Ziel: 500 Mio. Euro Umsatz
Weil die positive Investitionsstimmung bei Landwirten und
Lohnunternehmern anhält, erwarten die Geschäftsführer für dieses Jahr
weiteres Wachstum, allerdings nicht mehr im gleichen Maße wie 2011:
"Nach derzeitiger Auftragslage können wir für das erste Quartal mit
einem guten Wachstum rechnen", lautet die Prognose von Geschäftsführer
Christian Dreyer. Das mittelfristige Ziel sei ein Gesamtumsatz von 500
Mio. €.
pd
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