Montag, 21.05.2012
Spurtreuer Nachlauf durch Amazone UniTrail
Hasbergen-Gaste - Mit der neuen UniTrail-Lenkung für die Anhängespritzen UX 3200 und UX 4200 bietet Amazone als erster Hersteller jetzt auch eine hydromechanisch gesteuerte Achsschenkellenkung an.
Die UniTrail Achsschenkellenkung ermöglicht einen spurtreuen Nachlauf der Spritze, ohne dass sich die Lenkbewegungen negativ auf die horizontalen Gestängebewegungen auswirken.
© Amazone
Achsschenkellenkungen bieten laut Amazone im Vergleich zu Deichsellenkungen den Vorteil, dass sie einen spurtreuen Nachlauf der Spritze ermöglichen, ohne dass die Lenkbewegungen einen negativen Einfluss auf die horizontalen Gestängebewegungen ausüben. Dies sei umso bedeutsamer, je größer die Arbeitsbreite des Gestänges ist. Maschinen mit Achsschenkellenkung seien außerdem in Hanglagen deutlich kippstabiler als deichselgelenkte Maschinen.
Bisher gibe es Achsschenkellenkungen jedoch nur als elektro-hydraulische Systeme, für deren Steuerung eine komplexe Regelungs-Elektronik wie der maschinenübergreifende Amatron+ von Amazone erforderlich sei. Für den Betrieb der hydromechanischen UniTrail-Lenkung hingegen brauche man nur das maschinenspezifische Bedienterminal Amaspray+. Wichtigster Vorteil der neuen UniTrail-Lenkung sei das schnelle, geschwindigkeitsunabhängige, aber dennoch absolut ruhige Lenkverhalten der Spritze. Außerdem sei das System auch bei eingeklapptem Gestänge weiterhin lenkbar und könne mit nahezu spurtreuem Nachlauf gefahren werden; dies komme insbesondere beim Einsatz in sensiblen Reihenkulturen als Vorteil zum Tragen.
So funktioniert das System
In Hanglagen sind Maschinen mit UnTrail Achsschenkellenkung deutlich kippstabiler als deichselgelenkte Spritzen.
© Amazone
Mit der UniTrail Achsschenkellenkung erfolgt Amazone zufolge die Lenkung über ein geschlossenes Hydrauliksystem. Es bestehe aus einem Geberzylinder, der zwischen Zugtraverse und Hitchdeichsel montiert ist, sowie zwei Nehmerzylindern links und rechts an der gelenkten Spritzenachse. Bei Lenkbewegungen des Schleppers werde der Geberzylinder zusammengedrückt beziehungsweise auseinander gezogen, das Hydrauliköl mit den Nehmerzylindern ausgetauscht und dementsprechend die Lenkposition der Spritzenachse verstellt.
Falls erforderlich könne die Lenkachse im Feldmodus mit einem doppelwirkenden Steuergerät manuell übersteuert werden. Werde die Lenkung gegen den Anschlag gefahren, greife eine hydraulische Überlastsicherung. Im Vergleich zu früheren, rein mechanisch gelenkten Systemen von Amazone-BBG erweise sich hier die Langlebigkeit der Komponenten als ein entscheidender Vorteil der UniTrail Achsschenkellenkung.
Positionen der Achse auf Anzeigeskala erkennbar
Auf einer Anzeigeskala sei jederzeit zu erkennen, in welchen Positionen sich die Achse befindet. So könne der Fahrer die Lenkung genau in Mittellage zwischen Straßen- und Feldmodus umschalten, aber auch manuelle Lenkkorrekturen am Seitenhang überwachen. Im Straßenmodus – die Umstellung zwischen Straße und Feld erfolge aus der Schlepperkabine heraus – seien die Geber- und Nehmerzylinder voneinander entkoppelt. Bei Lenkbewegungen werde das Hydrauliköl dann nur noch zwischen den beiden Kammern des Geberzylinders hin- und hergedrückt, während die Nehmerzylinder an der Spritzenachse in Mittellage gesperrt seien.
Die Anhängung der Spritze am Schlepper erfolge über eine Zugtraverse aus Vollmaterial in Unterlenkern der Kategorie II. Diese neu konzipierte und extrem stabil ausgelegte Anhängung, die heutzutage auch bei großen Bodenbearbeitungs- und Sämaschinen üblich sei, erweise sich als sehr laufruhig und zeichne sich durch hohe Stützlasten aus. Mit dieser Lösung laufe die Maschine im Straßenverkehr genauso ruhig wie eine Maschine mit Zugmaulanhängung. Die Straßenzulassung des neuen Systems umfasst laut Hersteller 40 km/h bei gefülltem Behälter.
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