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Milch
Weiterer Rückgang der Milchanlieferung
Dem saisonalen Verlauf folgend ist die Milchanlieferung in Deutschland in den ersten Juniwochen zurückgegangen, nachdem Mitte Mai die Milchspitze überschritten wurde. An den Rohstoffmärkten haben die Preise für Industrierahm stabil bis fest tendiert, die für Magermilchkonzentrat haben sich im Monatsverlauf uneinheitlich entwickelt. Der Käsemarkt war von einem knappen Angebot und einer fortgesetzt regen Nachfrage gekennzeichnet. Die Preise konnten sich weiter befestigen.
Der Absatz von abgepackter Butter verlief im Juni etwas schwächer, was auf die Kaufzurückhaltung der Verbraucher nach der Anhebung der Preise im Lebensmitteleinzelhandel zurückgeführt wird. Nach den ersten Reaktionen scheint sich das Einkaufsverhalten wieder dem vorher üblichen Niveau anzunähern. Der Markt für Blockbutter war bei knappem Angebot von einer festen Lage gekennzeichnet. Die Preise für Magermilchpulver haben im Mittel gegenüber Mai leicht nachgegeben. Mit dem weiteren Rückgang der Milchanlieferung zeichnen sich im Juli fortgesetzt stabile Tendenzen ab.
Mehr Informationen erhalten Sie hier. (http://www.marktundpreis.de/milchwirtschaft)
Rinder
Weniger Fleischkonsum im Sommer
Die Sommermonate gehören nicht zu den umsatzstarken Rindfleischmonaten des Jahres. Insbesondere im Hauptferienmonat Juli wird der Rindfleischkonsum merklich zurückpendeln. Allerdings hält sich auch die Abgabebereitschaft der Bullenmäster in engen Grenzen, was den Preisrückgang dämpfen sollte. Bei Schlachtkühen fällt das Angebot auf Grund der Weidesaison und der kräftigen Milcherzeugung gering aus. Daher dürften sich die Kurse für Schlachtkühe im Juli knapp behaupten.
Mehr Informationen erhalten Sie hier. (http://www.marktundpreis.de/fleischwirtschaft)
Schweine
Festere Preise in der zweiten Julihälfte erwartet
Seit Ende April ist der Schweinepreis kontinuierlich gestiegen. Ende Juni erfolgte dann trotz des Grillwetters eine deutliche Korrektur. Grund waren die sehr negativen Spannen am Fleischmarkt. Ein Preisrückgang zu dieser Jahreszeit ist aber nichts Ungewöhnliches. In der Regel ist diese Preisschwäche aber nicht von langer Dauer, spätestens in der zweiten Julihälfte tendieren die Notierungen gewöhnlich wieder fester.
Mehr Informationen erhalten Sie hier. (http://www.marktundpreis.de/fleischwirtschaft)
Getreide
Ausverkauf der alten Ernte
Am Getreidemarkt dürfte die Nachfrage nach alterntigem Getreide bis in den Juli hinein anhalten. Mühlen und Mischfutterhersteller werden ihren Bedarf dann zwar weitgehend gedeckt haben, noch unverkaufte Restmengen dürften jedoch noch immer rasch abfließen. Dies gilt vor allem für Brotweizen, der in den vergangenen Wochen auch von den Exporteuren gesucht wurde. Aber auch Körnermais steht im Juli kaum noch zur Verfügung, so dass Verarbeiter sich verstärkt um Importware bemühen. Bei Gerste wird spätestens zur Monatsmitte mit einem auflebenden Angebot aus der neuen Ernte gerechnet.
Mehr Informationen erhalten Sie hier. (http://www.marktundpreis.de/pflanzenbau)
Raps
Bullische Stimmung am Markt
Die witterungsbedingt absehbar spätere Rapsernte hatte bereits im Juni zu Turbulenzen am Markt geführt. Die Eindeckungen bis Anfang/Mitte August sind aber nun vollzogen. Daher dürfte es von der Nachfrageseite zu keinen großen Überraschungen mehr kommen. Raps der Ernte 2009 ist wohl nahezu ausverkauft, obgleich im einen oder anderen Lager noch Ware schlummern dürfte. Aufgrund der in Europa und vor allem aber in Kanada zurückgenommenen Ernteprognosen ist der Rapsmarkt aktuell von einer bullischen Stimmung geprägt. Genauso könnten die Preise allerdings auch zur Schwäche neigen, wenn die ersten Schläge überdurchschnittliche Erträge bringen.
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Kartoffeln
Frühkartoffeln kommen auf den Markt
Anfang Juli wird es am Kartoffelmarkt nur eine knappe Bedarfsdeckung zu ziemlich hohen Preisen geben. Im Monatsverlauf wird sich dies dann alles ändern. Nicht nur Kartoffeln in den Frühgebieten sondern auch darüber hinaus werden vermarktungsfähig, bis dann im August die ganze Ernte 2010, also auch Lagerware, fertig ist. Der Preisrückgang, der unvermeidbar sein wird, hängt im Juli wie immer von der Einschätzung der Marktbeteiligten zur mittel- bis langfristigen Versorgungslage ab.
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Obst
Geringere Ernte als im Vorjahr erwartet
Mit Ausnahme von Süßkirschen geht man in Deutschland nach Erhebungen der AMI von einer kleineren Ernte an Sommerobst als im Vorjahr aus, die meist auch etwas später einsetzt. So werden bei roten Johannisbeeren und Himbeeren Einbußen von knapp zehn Prozent erwartet, bei schwarzen Johannisbeeren und Heidelbeeren rechnet man mit man deutlich stärkeren Einbußen. Bei Heidelbeeren bedeutet dies nach der Rekordernte des Vorjahres aber immer noch eine gut durchschnittliche Inlandsproduktion. Bei Süßkirschen hängt natürlich viel vom Wetter während der Ernte ab. Bleiben witterungsbedingte Verluste aus, so wird sie nach einer AMI Umfrage um sieben Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Dabei spielen auch Junganlagen eine Rolle, die nun in den Ertrag kommen. Die Sauerkirschproduktion wird dagegen aufgrund massiver Rodungen und niedrigerer Erträge um ein Drittel geringer ausfallen als im Vorjahr. Der starken Konkurrenz aus Osteuropa wollen und können sich viele deutsche Erzeuger nicht mehr länger stellen.
Mehr Informationen erhalten Sie hier. http://www.marktundpreis.de/gartenbau
Gemüse
Preiserholung bei Frischgemüse möglich
Nachdem die Preise für die meisten Freilandgemüsearten im Mai und in der ersten Junihälfte auf aus Erzeugersicht zufrieden stellendem Niveau lagen, brachte der Temperaturanstieg Ende Juni das bis dahin stabile Preisgefüge ins Wanken. Allerdings werden nun schon Schäden durch Hitze und Trockenheit befürchtet, vor allem bei Salaten. Damit wäre eine Preiserholung bei Frischgemüse im Juli möglich. Bei Möhren wird das Angebot aus Südwestdeutschland in der ersten Juliwoche durch weitere Regionen ergänzt, lediglich Schleswig-Holstein setzt erst später ein. Obwohl auch die Möhren erst verzögert in Ertrag gekommen sind sorgte ein reichliches Importangebot für niedrige Startpreise. Die Vermarktung der ersten deutschen Winterzwiebeln soll Mitte Juli einsetzten. Obwohl die Preise für Zwiebeln aus Neuseeland zuletzt deutlich gefallen sind, geben sie immer noch ein recht hohes Startniveau vor.
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Öko-Markt
Mangelnde Getreidequalität befürchtet
Die Grillsaison verlief bis Mitte Juni aus Sicht der Vermarkter nicht zufriedenstellend. Dennoch halten sich die Preise für Bio-Schweine gut auf konstantem Niveau, denn trotz Zunahme der Zuchtsauenplätze ist die Versorgung mit Bio-Ferkeln nach wie vor ein begrenzender Faktor. Im Hinblick auf die nahende Getreideernte wächst die Sorge um unterentwickelte Bestände. Der schroffe Wechsel von durchgehend kühler Witterung auf sommerliche Hitze lässt regional eine zu schnelle Reife mit entsprechenden Auswirkungen auf die Qualitätsparameter befürchten. Lediglich dem Mais tut die späte Wärme gut, besonders in den östlichen Landesteilen dürfte der Vegetationsrückstand aber kaum noch aufzuholen sein.
Beim Bio-Obst steht im Juli das Steinobst im Fokus. Der Behang ist bei Kirschen und Sauerkirschen unterdurchschnittlich, bei Zwetschen erwartet man ebenfalls eine deutlich geringere Ernte als im Vorjahr. Tendenziell zeigen die Bio-Apfel- und Birnenanbauflächen ebenfalls einen etwas schwächeren Behang als 2009. Die kleinere Erntemenge pro Hektar wird aber durch die Flächenausdehnung voll kompensiert, so dass mit 96.000 Tonnen Bio-Äpfeln in Deutschland eine zum Vorjahr vergleichbare Erntemenge zur Verfügung stehen wird. Durch die kühle Witterung im Mai dürfte die Saison 2010/11 je nach Region fünf bis zehn Tage später als üblich einsetzen. Die Qualität der Früchte ist gut, wobei die etwas kleineren Früchte den Wünschen des Lebensmitteleinzelhandels und dem Konsumenten entgegenkommen. Ab Mitte Juli werden die Supermärkte verstärkt auf deutsche Bio-Möhren umstellen. Die Anbaufläche ist geringfügig gestiegen. Israelische Importware dürfte bis dahin aber verkauft sein.
Mehr Informationen erhalten Sie hier. (www.marktundpreis.de/oekolandbau)
Der monatliche Agrar-Marktbericht
agrarheute.com veröffentlicht jeweils zu Monatsanfang einen umfassenden Marktbericht der AMI - Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH, Bonn, durch die wichtigsten Kulturen und Produktionszweige. Der nächste Bericht erscheint am 01. August 2010.

| Nord | Süd | ||||||
| heute | ![]() |
24°C | 20°C | ![]() |
25°C | 14°C | |
| morgen | ![]() |
26°C | 18°C | ![]() |
19°C | 16°C | |
| über- morgen |
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24°C | 16°C | ![]() |
23°C | 18°C | |
| Raps | 461,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,50 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,80 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,35 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 0,00 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |
