Montag, 21.05.2012
Drastische Maßnahmen zur Ammoniakreduzierung geplant
Hannover - Niedersachsen hat Empfehlungen verabschiedet, die zur Verringerung der aus der Landwirtschaft stammenden Ammoniakemissionen beitragen sollen.
In Deutschland rechnet die AMI mit einer sinkenden Schweineproduktion. Sie soll um 2,8 Prozent zurückgehen.
© Landpixel
Dieses Frühjahr wurde auf der Agrarministerkonferenz die europäische NEC-Richtlinie über nationale Höchstmengen für Ammoniak und damit verbundene verkürzte Einarbeitungszeiten für Gülle diskutiert. Nun ergreift Niedersachsen die Initiative und hat Empfehlungen verabschiedet, die zur Verringerung der aus der Landwirtschaft stammenden Ammoniakemissionen beitragen sollen, teilt das niedersächsische Ministerium für Landwirtschaft mit.
Die niedersächsischen Handlungsempfehlungen wurden gemeinsam mit dem Landvolk Niedersachsen e. V., der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt und den beiden betroffenen Ministerien erarbeitet und sind Grundlage für weitere Umsetzungsmaßnahmen.
Schwerpunkt auf einzelbetrieblicher Beratung
Ein hohes Minderungspotential versprechen sich die Initiatoren von
der unverzüglichen Einarbeitung von Gülle, Gärresten und Geflügelkot
sowie emissionsarme Gülleausbringungsverfahren ebenso wie die Abdeckung
von Schweinegüllelagern. Insgesamt enthält das Programm acht Punkte und
setzt einen Schwerpunkt auf die einzelbetriebliche Beratung. Das
Programm zeigt darüber hinaus Regelungsbedarf beispielsweise im Hinblick
auf die Definition der unverzüglichen Einarbeitung von Gülle oder des
Standes der Technik bei der Abdeckung von Schweinegüllebehältern auf.
Insgesamt soll eine Verringerung der Ammoniakemissionen im
Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der niedersächsischen
Landwirtschaft erreicht werden, sind sich Landwirtschaftsminister
Lindemann und Umweltminister Sander einig.
pd
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