Brüssel - Nie zuvor wurde die Kapazität erneuerbarer Energie in Europa stärker ausgebaut als im 2011. 31 Prozent der EU-Gesamtenergiekapazität stammen inzwischen aus erneubaren Quellen.
Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg: "Zwar entstehen überall Windkraftanlagen und andere Einrichtungen der alternativen Energieerzeugung, leider hält der notwendige Netzausbau dabei nicht Schritt."
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Mehr als 71 Prozent der Energie-Neuinstallationen in Höhe von 44.900 Megawatt (MW) insgesamt wurde für eine Form der Alternativen durchgeführt. Damit trugen die Erneuerbaren bereits zu 31 Prozent der installierten EU-Gesamtenergiekapazität von annähernd 899.000 MW bei. Um die Jahrtausendwende belief sich der Anteil auf weniger als ein Viertel. Das geht aus einer aktuellen Übersicht der Europäischen Windenergievereinigung (EWEA) hervor.
Mehr als zehn Prozent der Energiekapazität, nämlich 94.000 MW, wird von
Windrädern gestellt. Weitere 14 Prozent kommen aus großen Wasserkraftwerken, fünf Prozent aus photovoltaischen Anlagen, und jeweils ein Prozent aus Biomasse und
dezentralen Kleinwasserkraftwerken. Mehr als ein Fünftel der
Neuinstallationen entfiel auf Windkraft.
Laut EWEA wuchs der
Windkraftsektor von 1995 bis 2011 um jährlich durchschnittlich 15,6 Prozent.
Deutschland bei Windkraft europaweit führend
Deutschland bleibt mit einer Kapazität von gut 29.000 MW bei Windkraft
europaweit führend; 2011 wurden die Installationen um sieben Prozent ausgeweitet.
Es folgen Spanien und mit weitem Abstand Frankreich, Italien und
Großbritannien. In keinem EU-Land wurden Windkraftkapazitäten netto
abgebaut, auch wenn das Wachstum teilweise nicht so schnell voranging
wie in den Jahren davor. "Trotz der Wirtschaftskrise in Europa stockt
die Windindustrie nach wie vor kräftig Kapazitäten auf", erklärte der
Leiter der EWEA-Politikabteilung, Justin Wilkes. Das müsse so
bleiben, um die langfristigen EU-Klimaziele zu erfüllen. Er rief die
Regierungen Europas auf, durch verpflichtende Ausbauziele für
erneuerbare Energien bis 2030 zu einem stabilen politischen Umfeld
beizutragen.