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Die Artenvielfalt in der Feldflur lasse sich mit Blühstreifen und anderen "Begleitbiotopen" sogar erheblich steigern, so laute das Fazit der Wissenschaftler des Kölner Büros für Faunistik. Ausgewertet wurden über 250 Studien aus den letzten 20 Jahren. "Gerade jetzt, in der Haupterntezeit, sind Ackerbegleitbiotope besonders wichtig, da viele Tiere die abgeernteten Felder verlassen und neue Rückzugsgebiete suchen", heißt es von Seiten des DJV. Zudem hätten die Wissenschaftler herausgefunden, dass solche Biotope für zahlreiche Tierarten eine bedeutende Funktion als Korridore und Trittsteine aufweisen. Erst durch diese könnten Tiere die teils erheblichen Strecken zwischen geeigneten Lebensräumen überwinden und sich erfolgreich vermehren.
Die Studie widerlege die These, dass von Brachen oder Ackerrandstreifen vor allem landwirtschaftliche Schädlinge profitierten und sich in der angrenzenden Feldflur ausbreiteten. Gewinner schienen vielmehr die Nützlinge zu sein. Für den Erhalt und die Förderung der Ackerbegleitbiotope eigneten sich laut Studie vor allem Maßnahmen, die in den landwirtschaftlichen Betriebsablauf integriert werden können und nicht zu einem dauerhaften Flächenverlust führen. Damit steige nämlich die Akzeptanz bei Landwirten, in Naturschutzmaßnahmen zu investieren.
Bereits in die Praxis umgesetzt wurde dieser Ansatz von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft. Würden Blühstreifen mit heimischen Kräuterarten in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen angelegt, erhalte der Landwirt über ein Ökopunkte-Konto Ausgleichszahlungen. Der DJV fordert, diese im nordrhein-westfälischen Landschaftsgesetz verankerte Möglichkeit der Ausgleichsmaßnahmen über das anstehende Umweltgesetzbuch bundesweit zu ermöglichen. Die DJV-Studie kommt weiterhin zu dem Schluss, dass eine Förderung der Artenvielfalt durch den Vertragsnaturschutz und Agrarumweltmaßnahmen erfolgversprechend ist, solange die Ausgleichszahlungen als ausreichend angesehen werden. Die Flächenstilllegung werde nach Wegfall der obligatorischen Verpflichtung als am wenigsten aussichtsreich charakterisiert. (pd)

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