Washington - In den USA stieg nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums die Zahl der Jungrinder, die im Juni aufgestallt wurden, gegenüber dem Vorjahr um 4,1 Prozent.
Aufgrund der Dürre sind die Züchter dazu gezwungen, ihre Rinder früher als sonst an Mastbetriebe zu verkaufen.
© Christian Mühlhausen/www.landpixel.eu
Der Grund ist die Trockenheit: Die von der Dürre betroffenen Züchter haben ihre
Tiere früher als erwartet an Mastbetriebe verkauft. Demnach haben Mäster im Juni 1,7 Millionen
Tiere aufgestallt, wie aus Daten des halbjährlichen Rinderbestandsberichts des USDA weiter
hervorgeht.
Im Vorfeld von Dow Jones News befragte Analysten hatten dagegen mit 1,58 Millionen
Aufstallungen und daher mit einem Rückgang im Vergleich zum Vorjahr von 7,6 Prozent (%) gerechnet. Die
Experten hatten unterschätzt, in welchem Ausmaß Dürre und Hitzewelle die Züchter dazu
veranlassen würden, zusätzliche Tiere an Mastbetriebe zu verkaufen.
Den weiteren Angaben des Rinderbestandsberichts zufolge belief sich die Zahl der Anfang Juli in den
sogenannten Feedlots aufgestallten Rinder insgesamt auf 10,9 Millionen Tiere, was um 4 % über dem
Vorjahreswert liegt. Produzenten haben im Juni 2,1 Millionen Rinder vermarktet, was einen Anstieg von
5 % im Vergleich zum Vorjahr bedeute.
Der US-Rinderbestand nahm im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,1 % ab und belief sich Anfang
Juli auf 100 Millionen Tiere. Der Bestand an Schlachtkühen lag im Berichtszeitraum bei 31,4 Millionen Stück
(minus 1%). Der Vorrat an tiefgefrorenem Rindfleisch lag am 01.07. um 16 % über dem Vorjahr, aber
um 2,9 % unter dem Wert vom Mai 2011, wie aus einem weiteren USDA-Bericht hervorgeht.