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Verehrte Berufskolleginnen,
liebe Berufskollegen,
liebe Landjugend,
was unsere Generation in dieser Form noch nie erlebt hat: Die Öffentlichkeit sieht mit Staunen und Anerkennung, wie modern und vielseitig unsere Landwirtschaft ist, wie wir ein Markt orientierter und innovativer Berufsstand sind. Wir werden alles tun, damit sich diese erfreuliche öffentliche Wahrnehmung für unsere Arbeit und Leistungen auch im neuen Jahr 2008 fortsetzt! Einhergehend mit der stärkeren Marktorientierung und der weltweit steigenden Nachfrage nach Lebensmitteln und Klima freundlicher Bioenergie macht sich unsere Bevölkerung ein neues Bild von der heimischen Landwirtschaft. Man erkennt wieder Perspektiven im Beruf des Landwirts, eine Medienexpertin nannte uns gar die "Aufsteigerbranche des Jahres". Was mir am wichtigsten ist: Auch die Jugend ist zuversichtlich und die Ausbildungszahlen für unseren Beruf steigen wieder. Wann je hat man erlebt, dass überregionale Zeitungen mit Überschriften kommen wie "Die Bauern haben wieder Spaß an der Scholle" und "Der Schlepper – Großrechner auf Rädern".
Darauf können wir aufbauen und auch die weiterhin sensiblen öffentlichen Themen wie Tierschutz, Pflanzenschutzmittel und Düngung selbstbewusster behandeln. Die Staats- und Regierungschefs haben uns – der Land-, Agrar- und Forstwirtschaft – bei der "Berliner Erklärung" zum 50. Jahrestag der Römischen Verträge wichtige Aufgaben beim weltweiten Kampf gegen Hunger und Armut und beim Klimaschutz aufgetragen. Die Vereinten Nationen haben jetzt zudem das Jahr 2008 als Internationales Jahr der Kartoffel ausgerufen, womit sie den wichtigen Beitrag dieses Grundnahrungsmittels zu einer ausreichenden und gesunden Ernährung von Jung und Alt betonen. Es darf nicht in Vergessenheit geraten, dass in Deutschland und Europa dank dem Kartoffelanbau der Hunger besiegt und die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig verbessert wurde.
Die Milch- und Ackerbauern in Deutschland haben nach Jahren sinkender Einkommen endlich wieder Verbesserungen der Erzeugerpreise und ihrer Einkommen erreicht. Für höhere Milchpreise haben die Bauernfamilien im Verein mit dem Bauernverband im Rahmen der Kampagne "Lebensmittel sind mehr wert!" seit Jahren gekämpft – auf der Straße, vor den Läden, bei Molkereien und gegenüber der Politik.
Die Verschärfung des gesetzlichen Verbots des Verkaufs unter Einstandspreis ist ein Erfolg hartnäckiger Interessenvertretung für unsere Mitglieder. Sofort sind wir in den letzten Wochen gegen schamlose Sonderaktionen einiger Handelshäuser bei Butter vorgegangen. Damit wir auf den heimischen Märkten wie im großen europäischen Binnenmarkt und auf den globalisierten Agrarmärkten unsere Stärken ausspielen können, brauchen wir leistungsfähige und strukturell gut aufgestellte Vermarktungsunternehmen. Unsere Produkte jedenfalls sind Spitze – dies zeigt die hohe Verbraucherakzeptanz im Inland wie im Ausland. Ein neues Rekordergebnis mit deutschen Agrargütern spricht für sich! Aufgrund der stark gestiegenen Rohstoffkosten müssen zwei Bereiche derzeit äußerst schwierige Zeiten durchstehen. Zum einen die Biogaserzeuger. Hier haben wir bei der Novelle des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes erreicht, dass bestehende Betriebe mit besseren Konditionen überleben können. Zum anderen unsere Schweine haltenden Betriebe, vor allem die Ferkelerzeuger.
Auch wenn der Schweinezyklus von unseren Tierhaltern angenommen wird, so ist doch die Politik beim Fleischexport und Futtermittelimport dringend zum Handeln aufgefordert. Nur auf Marktexperten zu schielen, die für die zweite Jahreshälfte einen Hoffnungsschimmer am Horizont geortet haben, kann nicht gelten. Wie schon bei der Milchkampagne setzen wir uns konsequent für bessere Fleischpreise ein - unsere Veredlungsbetriebe müssen an den gestiegenen Handelsspannen teilhaben. Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit fordern wir in den kommenden Wochen und Monaten beim anstehenden Health Check der Gemeinsamen Agrarpolitik ein. Vorstellungen zu Modulation und Degression lehnt der Bauernverband entschieden ab genauso wie eine neue vorgezogene Reform vor 2013.
Auch im Bereich der Eigentumspolitik, Umweltpolitik und der sozialen Sicherung der Bauernfamilien haben wir im nun zu Ende gehenden Jahr wichtige Erfolge erreicht oder Belastungen verhindert. Solche Erfolge waren und sind nur mit einem starken geschlossenen und redlichen Auftreten des Berufsstandes möglich. Von Herzen danke ich vielen Mitstreitern und den Mitgliedern für ihre Unterstützung und konstruktive Zusammenarbeit. Alle Ehren- und Hauptamtlichen im Berufsstand, alle Mitglieder und Freunde aus Politik und Agrar- und Ernährungswirtschaft bitte ich, dass wir uns auch im neuen Jahr auf diese Stärken besinnen: Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches, ein glückliches, ein gesundes Neues Jahr 2008!
Ihr Gerd Sonnleitner Präsident des Deutschen Bauernverbandes. (pd)

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| Raps | 461,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,50 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,80 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,35 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 0,00 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |
