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Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes, Dr. Till Backhaus, legte diesen Ende September vor. "Trotz frühem Druschbeginn bei der Wintergerste konnte die Ernte wegen der unbeständigen Witterung ab Mitte Juli erst in der letzten Juliwoche abgeschlossen werden", relativierte der Minister die im Frühsommer abgegebenen optimistischen Prognosen. "Auch die Ernte der anderen Mähdruschfrüchte begann früher, und bis zum Abschluss der Wintergerstenernte konnte mehr als die Hälfte der übrigen Mähdruschfrüchte mit guten Qualitäten eingebracht werden."
Die bis dahin guten Qualitäten verschlechterten sich aber durch hohe Anteile an Lagerbeständen. Die häufige Nichtbefahrbarkeit der Böden verursachte zusätzlich erhebliche Verzögerungen bei der Ernte und zusätzliche Kosten. So konnte die Mähdruschernte in Mecklenburg-Vorpommern erst in der letzten Augustdekade beendet werden. "Mit 56,6 Dezitonnen je Hektar bei Getreide und 34 Doppelzentnern bei Raps ist 2007 bei den Mähdruschfrüchten eine nur unterdurchschnittliche Ernte herangewachsen. Im Landesmittel lag der Ertrag bei Getreide um immerhin 16,9 Prozent und bei Raps um 11,2 Prozent niedriger als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre", so die Bewertung des Ministers.
Die zu erwartenden Erträge bei Kartoffeln könnten dagegen als gut bis sehr gut eingeschätzt werden. So sei davon auszugehen, dass es in diesem Jahr mit 300 bis 500 dt/ha deutlich höhere Erträge als im Vorjahr beziehungweise im Durchschnitt der letzten fünf Jahre im Land geben werde. Die Erzeugerpreise für die Kartoffeln aus der Ernte 2007 erreichen dagegen mit zwölf bis 14 Euro je Dezitonne zur Zeit nur etwa das halbe Vorjahresniveau. Die Qualität des Erntegutes hänge in diesem Jahr sehr stark vom Erfolg der Phytophtora-Behandlung der Kartoffelbestände ab.
Die Zuckerrübenbestände lassen sogar eine überdurchschnittliche Erntemenge erwarten, wenngleich mit einem deutlich geringerem Zuckergehalt als in den Vorjahren, so Backhaus weiter. In der Futterproduktion werde nach sehr schlechten Masseerträgen im vergangenen Jahr eine überdurchschnittliche Ernte erwartet. Nach einem geringen ersten Aufwuchs auf dem Grünland konnte bei den übrigen Schnitten ein guter Aufwuchs geborgen werden. Ausgesprochen günstig waren die Witterungsbedingungen 2007 für den Silomais.
Zu Entspannung dürfte die prognostizierte Erzeugerpreisentwicklung bei den meisten landwirtschaftlichen Produkten führen: "Da die Ernteerträge insbesondere bei Getreide in vielen Regionen hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind und die Nachfrage weltweit wächst, haben sich die Preise zum Vorjahr deutlich erhöht", so Dr. Backhaus. Trotz geringerer Erträge sei es deshalb nur in von Mindererträgen extrem betroffenen landwirtschaftlichen Unternehmen zu Erlösausfällen gekommen. (pd)

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| Raps | 461,50 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,50 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,80 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,35 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 0,00 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |
