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Es würde kleinen und mittleren Betrieben für eine Zeit den Existenzdruck nehmen, eine wirkliche Hilfe im Hinblick auf die Ursachenbekämpfung seien die Ausgleichszahlungen aber nicht. Das zeigten die Erfahrungen mit Ausgleichszahlungen zum Beispiel bei Getreide in den 1990er Jahren. Subventionierte Produkte würden in größeren Mengen produziert und damit werde der Preisverfall weiter beschleunigt.
Der Milchstreik hat laut Angaben des Verbandes ein altes Problem zutage gefördert: Lebensmittel, die in hohen Mengen im eigenen Land und im europäischen Ausland vorhanden sind, seien "nichts wert". Darunter litten besonders die kleinen und mittelständischen landwirtschaftlichen Betriebe, die dem Aufruf "Wachsen oder Weichen" aus wirtschaftlichen Gründen nicht folgen könnten oder aus ökologischen Gründen nicht folgen wollen. Mit der schnell verderblichen Ware Milch seien die Bauern den Molkerein, die Molkereien den Lebensmittelketten und der Lebensmitteleinzelhandel dem Verbraucher ausgeliefert. Ein Kreislauf, die nur durch wenige regionale Projekte unterbrochen werde. "So sehr wir eine Ausgleichszahlung als Sofortmaßnahme begrüßen, so sehr warnen wir Politiker wie auch Landwirte davor, sich darauf auszuruhen", so Sepp Brunnbauer, Geschäftsführer von Biokreis.
Der Milchpreis sei längst nicht mehr nur ein deutsches Problem, sondern ein europäisches. Europäische Landwirte mit größeren Einheiten und mit moderner Ausstattung könnten auch bei geringeren Milchpreisen rentabel wirtschaften. Kleine und mittlere Betriebe in benachteiligten Lagen könnten das nicht. Hier nur mit Ausgleichszahlungen zu reagieren führe in die Sackgasse. Dennoch möchte Sepp Brunnbauer der Politik nicht allein die Weichenstellung überlassen: "Auch unsere Bauern sind gefordert, den Strukturwandel zu sehen und darauf zu reagieren. Gerade der ökologische Landbau bietet viele Möglichkeiten der Diversifizierung. Nur wer heute flexibel auf den Markt reagiert, kann in Europa zukünftig bestehen." (pd)

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| Weizen | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 213,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,50 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,80 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,35 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 0,00 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |
