Montag, 21.05.2012
Bayer CropScience zahlt 750 Millionen Dollar an US-Reisfarmer
Monheim - Bayer CropScience hat sich in einem Vergleich dazu bereit erklärt, den Anbauern von US-Langkornreis 750 Millionen Euro für gentechnische Verunreinigungen zu zahlen.
2006 wurden in Lieferungen von kommerziellem Langkornreis aus dem Süden der USA Spuren von gentechnisch verändertem Reis entdeckt.
© Dieter Schütz/pixelio
Damit sind die Vergleichsabkommen zwischen Bayer CropScience und den Anbauern von US-Langkornreis im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten um gentechnisch veränderten Reis in Kraft getreten. Wie das Monheimer Unternehmen mitteilte, sind
mittlerweile Registrierungen von Landwirten zum Vergleichsprogramm
geprüft worden, die mindestens 85 % der Anbaufläche von
Langkornreis in den USA repräsentieren; diese Schwelle war festgelegt
worden, damit die Abkommen wirksam werden. In den
Vergleichsabkommen wurde dem Teilkonzern der Bayer AG zufolge
vereinbart, dass er zur Beilegung der Forderungen der Farmer
bis zu 750 Mio $ (576 Mio Euro) zahlen wird. An dem Vergleichsprogramm
konnten alle US-Landwirte teilnehmen, die im
Zeitraum von 2006 bis 2010 Langkornreis angebaut hatten. Im
Jahr 2006 wurden in Lieferungen von kommerziellem Langkornreis
aus dem Süden der USA Spuren von gentechnisch verändertem
Reis entdeckt. Daraufhin verhängten einige Länder, darunter
vor allem die EU, Beschränkungen für den Import von Langkornreis
aus den USA, obwohl der Reis keine Gefährdung der Lebensmittelsicherheit
darstellte.
Reis-Anbauer erhalten Entschädigung unabhängig davon, ob sie geklagt haben
Zu diesem Zeitpunkt lag laut Bayer
CropScience der für Europa bestimmte Anteil an der gesamten
US-Langkorn-Reisernte bei weniger als 5 %; dieser Anteil wurde
rasch umgelenkt und auf anderen Märkten verkauft. Die Berücksichtigung
aller Anbauer von Langkornreis im Vergleichsprogramm
- unabhängig davon, ob sie Klage eingereicht hätten oder
nicht - sei ein überaus wichtiger Aspekt, betonte Bayer CropScience.
Reis habe als eine weltweit verbreitete Kulturpflanze eine
hohe Bedeutung für das Unternehmen. Um die Zahlungen aus
dem Vergleichsprogramm zahlen zu können, seien bereits in der
Vergangenheit angemessene Rückstellungen gebildet worden.
Der Teilkonzern wies in diesem Zusammenhang darauf hin, im
Umgang mit dem gentechnisch veränderten Reis verantwortlich
gehandelt zu haben; dennoch liege eine Beilegung des Rechtsstreits
im Geschäftsinteresse des Unternehmens. Umrechnungskurs: 1 $ = 0,7679 Euro
AgE
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