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Die ländliche Entwicklung müsse von selbständigen Unternehmern getragen werden. Mit diesen Worten hat der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes (BBV), Gerd Sonnleitner, die Kritik der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) zurückgewiesen, wonach die Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) zu sehr auf die Landwirtschaft ausgerichtet sei.
Die GAK diene nicht der Landesentwicklung, sondern umfasse als Programm für Agrarstrukturpolitik die Agrarinvestitionsförderung, die Ausgleichszulage für den Erhalt einer flächendeckenden Landbewirtschaftung und spezielle Agrarumweltmaßnahmen, erklärte Sonnleitner in einer Pressemitteilung. Seit dem Jahr 2000 sei die GAK bereits um rund 30 Prozent gekürzt worden. Zugleich seien in den letzten Jahren neue Maßnahmen wie "Regionen aktiv" und der Ausbau der Gemeinschaftsinitiative "Leader" hinzugekommen.
Die OECD verkenne, dass gerade die Land- und Forstwirtschaft im ländlichen Raum Deutschlands direkt und indirekt mehr als vier Millionen Beschäftigte oder jeden neunten Arbeitsplatz nachhaltig sichere und damit auch für einen Anteil von fast 15 Prozent am deutschen Bruttosozialprodukt stehe. Eine Politik, die zu Lasten der Bauernfamilien ginge, wäre der völlig falsche Ansatz, so der BBV-Präsident.
Ziel einer Politik für den ländlichen Raum müsse es sein, vorhandene Wirtschafts- und Entwicklungspotentiale unter den Leitlinien nachhaltiger Effizienz und Professionalität mit einfachen Methoden und weniger Bürokratie zu stärken. Die OECD hatte Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer empfohlen, die GAK um Ziele für die Entwicklung ländlicher Räume zu erweitern und auf Maßnahmen zur sektorübergreifenden Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung auszurichten. (AgE)

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