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Dies berichtete Bayerns Gesundheitsstaatssekretär Otmar Bernhard in München bei der Vorstellung des Aktionsprogramms ''Ambrosiabekämpfung in Bayern 2007''.
Laut Bernhard sei das Ziel, die Ausbreitung des Beifußblättrigen Traubenkrauts so weit wie möglich zu unterbinden. Das könne nur in Zusammenarbeit mit Gemeinde, Landratsamt, Hobbygärtner und Landwirt erreicht werden. Unter Federführung des Umweltministeriums wurden zusammen mit Landwirtschafts-, Innen-, Wirtschaftsministerium, der Landesanstalt für Landwirtschaft sowie dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit die geeigneten Bekämpfungsstrategien erarbeitet.
"10 bis 20 Prozent aller US-Bürger leiden bereits an einer ''ragweed''-Allergie. Wenn wir das Kraut nicht in Griff kriegen, drohen auch bei uns enorme gesundheitliche und finanzielle Belastungen", so der Staatssekretär. Bereits jetzt würde der Allergie-Auslöser die Gesundheitskassen jährlich mit bis zu 47 Mio. Euro belasten. Da Ambrosia einjährig ist, sei oberstes Ziel die Verhinderung der Samenproduktion. Dazu wurden Mitarbeiter der Kreisverwaltungsbehörden geschult.
Zur Unterstützung der Eindämmungsmaßnahmen rief Bernhard dazu auf, alle Ambrosia-Bestände mit mehr als 100 Pflanzen bei der örtlich zuständigen Kreisverwaltungsbehörde möglichst mit Photos zu melden. Bestätige sich der Verdacht, werde geschultes Personal den Fundort aufsuchen, den Standort digital mit GPS erfassen und Bekämpfungsmaßnahmen veranlassen. Einzelpflanzen und kleine Bestände im Garten sollte jeder möglichst vor der Blüte mit der Wurzel ausreißen und im Restmüll entsorgen. Um Hautreaktionen zu vermeiden, seien vorsorglich Handschuhe zu tragen. Blühende Pflanzen am besten mit Handschuhen und Mundschutz ausreißen und in einer Plastiktüte in den Restmüll geben. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst durchführen. Neben dem Entfernen der Pflanze gelte es auch, weniger offensichtliche Einschleppungs- und Verbreitungswege abzuschneiden. So könnte Ambrosia-Samen im Vogelfutter und in Gartenerde sein.
Ambrosia (engl. ragweed) wurde vor über 150 Jahren aus Nordamerika nach Europa eingeschleppt. Während etwa Südfrankreich, Ungarn und die Schweiz intensiv betroffen sind, breitet sich Ambrosia zunehmend auch in Deutschland aus. Die Pollen des bis zu 2 Meter hoch wachsenden Krautes haben ein erhebliches allergisches Potential. Eine Berührung löst bei vielen Menschen starken Juckreiz und Hautrötung aus; die Pollen verursachen auch vermehrt Asthma. Ambrosia ist auch ein potentieller Schädling für die Landwirtschaft. (pd)

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