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Dies geht aus der Unterrichtung durch die Bundesregierung über Erfahrungen mit dem Gentechnikgesetz hervor. Diese Unternehmen machten einen Umsatz von 995 Millionen Euro und hatten knapp 10.000 Beschäftigte, heißt es in einer Mitteilung des Bundestags. Die Verluste hätten in dem Jahr 616 Millionen Euro betragen. Die Regierung beruft sich dabei auf die Unternehmensberatung Ernst & Young.
Drei Viertel aller Biotechnologie-Unternehmen würden auf den Pharmabereich abzielen, sei es direkt durch die Entwicklung und Produktion von Arzneimittel oder indirekt als Anbieter von Serviceleistungen und Technologien für die Pharma-Medizinforschung, heißt es weiter. Eine Reihe von Forschungsansätzen würde sich mit der Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen in Pflanzen beschäftigen. Diese Wirkstoffe könnten direkt durch Verzehr der Pflanzen zum Einsatz kommen. Dieser Bereich befinde sich zurzeit auf dem Weg von der Grundlagen- zur Anwendungsforschung. Die Bundesregierung fördere diesen Forschungsansatz insbesondere im Rahmen der institutionellen Förderung.
Zu den Chancen und Risiken gentechnisch veränderter Pflanzen der zweiten und dritten Generation habe das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag einen Bericht vorgelegt, so die Regierung. Als Gesamtfazit lasse sich dabei formulieren, dass die Akzeptanz gegenüber der grünen Gentechnik nur dann steigen werde, wenn diese auch für die Endverbraucher einen erkennbaren Nutzen biete.
Die gentechnisch veränderten Pflanzen der zweiten und dritten Generation seien in ihrem Entwicklungsstand nach Meinung der Autoren noch nicht so weit, wie dies zum Teil erwartet werde. Der Bericht komme zu dem Ergebnis, dass die bisherige Regelung zur Risikobewertung kritisch überprüft werden müsste. Die bisherige Praxis, nach der gentechnisch veränderte Pflanzen nur dann zugelassen würden, wenn keine wesentlichen Unterschiede zu konventionellen Pflanzen bestünden, müsse zumindest um den Aspekt des "gesellschaftlichen Nutzens" erweitert werden. (pd)

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