Bonn - Biobauern haben im vergangenen Jahr wieder mehr Geld für ihre Produkte bekommen. Die Preissteigerung kam allen Sparten zu Gute.
Im Schnitt erhielten Biobauern für ihre Schlachtschweine 3,13 Euro je Kilo.
© Ruth Rudolph/pixelio
Zwei kleine Getreideernten in Folge, gestiegene Produktionskosten verbunden mit anhaltend hoher Nachfrage haben die Erzeugerpreise für Bio-Getreide, -Fleisch, -Milch und -Eier im Laufe des Jahres 2011 ansteigen lassen.
Dabei ist das Angebot bei allen tierischen Produkten größer geworden.
Nach langer Preisstabilität mit etwa 2,90 Euro je Kilo (EUR/kg) Schlachtgewicht für
E-Schweine kam im Herbst 2011 Bewegung in den Bio-Mastschweinemarkt.
Verschiedenste Vermarkter haben ihre Auszahlungspreise um fünf bis 15
Cent/kg erhöht. Viele zahlen für die E-Schweine zum Jahresende 3,05 bis
3,15 EUR/kg Schlachtgewicht oder mehr - einige sogar pauschal ohne
Preismaske. Im Schnitt erreichte der Preis bei den am AMI-Panel
teilnehmenden Unternehmen im Dezember 3,13 EUR/kg.
Bio-Milch: 43,7 Cent je Kilo
Bei Bio-Milch ist sowohl die Nachfrage als auch Anlieferungsmenge 2011
in ähnlichem Umfang um etwa zehn Prozent gestiegen. Die Bio-Milchpreise sind 2011
im Laufe des Jahres weiter angezogen und erreichten im Dezember 43,7
Cent/kg. Der Preisanstieg fiel jedoch geringer aus als bei
konventioneller Milch. Der Abstand zwischen Bio- und konventioneller
Milch hat sich deshalb auf weniger als acht Cent je Kilo verringert.
Stabile Getreidepreise
Die
Getreideernte fiel 2011 nach einer kleinen Ernte 2010 noch drei Prozent kleiner aus. Hinzu kamen Qualitätsprobleme in allen Regionen, in denen
das Getreide vom sommerlichen Dauerregen betroffen war. Die
Bio-Getreidepreise lagen im Herbst 2011 auf ähnlichem Niveau wie im
Herbst 2010. Bei Brotweizen sind das beispielsweise knapp 400 EUR/t im
Herbst 2011 (410 EUR/t im Herbst 2010). Für das erste Halbjahr 2012 wird
ein stabiles Preisniveau erwartet.
Angespannte Situation bei Tierhaltern
Trotz der höheren Erzeugerpreise und der größeren Absatzmenge bleibt die
wirtschaftliche Situation in den Produktionszweigen der tierischen
Produktion angespannt. Die hohen Investitions- und Futterkosten
verhindern bislang die Umstellung auf Bio in größerem Maße.
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