Wien - Der durchschnittlige Biobetrieb in Österreich bewirtschaftete im Jahr 2010 33 Hektar und erwirtschaftet 74.110 Euro - eine Steigerung um acht Prozent.
Fast 22.000 Betriebe werden derzeit in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.
In Österreich haben im vergangenen Jahr insgesamt 21.728
Biobetriebe Fördermittel aus öffentlichen Haushalten erhalten.
Das geht aus dem aktuellen Grünen Bericht hervor, der bereits von
der Regierung in Wien beschlossen und anschließend dem Landwirtschaftsausschuss
im Parlament zur weiteren Beratung zugeleitet
wurde.
In den letzten fünf Jahren hat die von den Biobetrieben
bewirtschaftete Fläche in der Alpenrepublik um fast 70.000 Hektar (ha) auf
insgesamt 538.210 ha zugenommen, während die Anzahl der geförderten
Betriebe um knapp 2.000 angestiegen ist.
Einkommensanalyse
Bei der Einkommensanalyse
für das Jahr 2010 wurden 2.237 Betriebe ausgewertet,
von denen fast einViertel derBiolandwirtschaft zuzuordnen
ist. Diese bewirtschafteten im Durchschnitt etwa 33 ha. Der Arbeitskräftebesatz
je Biohof blieb gegenüber 2009 mit 1,35 im
Mittel unverändert, war aber höher als im Durchschnitt aller Betriebe.
Der Ertrag nahm um acht Prozent auf 74.110 Euro zu, wovon 32 Prozent
auf die Tierhaltung, neun Prozent auf die Bodennutzung und zehn Prozent auf die
Forstwirtschaft entfielen. Die öffentlichen Gelder wie Marktordnungs-
und Umweltprämien, Ausgleichszulage, Forstförderungen
und Zinszuschüsse hatten 2010 bei den Biobetrieben einen Anteil
von 30 Prozent am Ertrag und waren daher für die Einkommen weit
bedeutsamer als bei den konventionell wirtschaftenden Höfen.
Im
Durchschnitt aller Betriebe machten staatliche Transferzahlungen
21 Prozent der Einkommen aus; bei den Bergbauernwaren es 27 Prozent. Von
den insgesamt gezahlten Leistungsentgelten entfielen 41 Prozent auf
Umweltzahlungen, 22 Prozent auf die Betriebsprämie und 19 Prozent auf die
Ausgleichszulage.