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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Energie » Spezielles » Bio-Energieregionen ]
Dienstag, 22.05.2012
Spezielles | 24.05.2011 Redaktion agrarheute.com

Bioenergie-Regionen wollen autark werden

Berlin - Die 25 Bioenergie-Regionen in Deutschland wollen beispielhaft zeigen, wie ein Ausbau der Versorgung mit regenerativen Versorgungsquellen künftig geleistet werden kann.
Frankreich sieht für sich ein sehr großes Potenzial beim Energiepflanzenanbau der dritten Generation.© Jutta Rotter/aboutpixel.de
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Frankreich sieht für sich ein sehr großes Potenzial beim Energiepflanzenanbau der dritten Generation.
© Jutta Rotter/aboutpixel.de
Das geht aus einem Positionspapier hervor, das Vertreter der gut zwei Dutzend Gebiete kürzlich Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse  Aigner  vorgelegt haben. Die 25 Regionen von Nordfriesland über Südoldenburg, die Altmark und Mittelhessen bis hin zum Bodensee haben sich darin vorgenommen, zu "Modellregionen für energieautarke Versorgung" zu werden. Gemeint ist damit, Alternativen zu Energieimporten aufzuzeigen. Zum Ziel gesetzt haben sich die Vertreter der Bioenergieregionen, Vorbild in Sachen "Stoffstrommanagement" und Stromnetze der Zukunft zu werden. Dazu zählen sie eine verbesserte Integration erneuerbarer Energien sowie eine Erhöhung der Energie- und Flächeneffizienz durch Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Die Gebiete setzen darauf, dass die Förderung von Leuchtturmprojekten Unterstützung dafür bietet, in ihrer Gegend entwickelte Neuerungen überregional zu vermarkten. Sie halten es vor diesem Hintergrund für unerlässlich, "dass eine stärkere Vernetzung der einzelnen Regionen durch zusätzliche Anreize gefördert wird".

Mehr Koppelprodukte verwenden

Verstärkt verwenden wollen die Bioenergie-Regionen organische Rest- und Abfallstoffe, landwirtschaftliche Koppelprodukte, Landschaftspflegematerial und Holz aus Kurzumtriebsplantagen. Ihre künftige Rolle sehen die Regionen laut dem Papier "nicht nur als Vorbilder, sondern auch als 'Coachs' für andere Regionen außerhalb des Wettbewerbs". Die 25 Sieger des Wettbewerbs Bioenergie-Regionen des Bundeslandwirtschaftsministeriums waren vor gut zwei Jahren gekürt worden. An Förderung erhalten sie für einen Dreijahreszeitraum bis zu 400 000 Euro pro Gebiet an Fördermitteln. Es gibt nun Bestrebungen, über das eigentliche Ende des Projekts im Mai 2012 hinaus die Strukturen und auch die Förderung fortzuführen. Positive Signale dazu kommen aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium. Allerdings muss eine solche mögliche Verlängerung noch geprüft werden.

Bürger vor Ort eingebunden

Die 25 Bio-Energie-Regionen in Deutschland auf einen Blick.© FNR
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Die 25 Bio-Energie-Regionen in Deutschland auf einen Blick.
© FNR
Sebastian Damm, Geschäftsführer der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber, verweist als Argument für eine Fortsetzung des Projekts auf die erfolgreiche Bürgerbeteiligung bei Bioenergieprojekten, beispielsweise bei der Schaffung von Nahwärmenetzen zur Verwendung der in Biogasanlagen oder Biomassekraftwerken entstehenden Wärme. Als Beispiel führt er die Wärmenutzung in öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen an. Zudem macht Damm auf die Schaffung eines Netzwerkgremiums für Naturschutz in seiner Region aufmerksam, um die Interessen von Naturschutz und Landwirtschaft zusammenzubringen. In der Region im Norden Baden-Württembergs steuert Holz den Großteil zur Bioenergieproduktion bei. Die Zahl der Biogasanlagen wird auf rund 30 beziffert. Allein in der Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber seien nach nicht einmal zwei Jahren Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien in Höhe von rund 25 Mio Euro auf den Weg gebracht worden, betont man in dieser Bioenergie-Region, unter deren maßgeblicher Beteiligung das nun vorliegende Papier entstand.
AgE
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion Joule Vermittler für Bioenergie
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