Dienstag, 22.05.2012
Bio
| 02.02.2012
Biolandbau: Behm kritisiert Förderung in Brandenburg
Berlin - Während Cornelia Behm (Grüne) die mangelnde Öko-Förderpolitik des Landes Brandenburg kritisiert, stellt ihre Parteikollegin Ulrike Höfken die neue Fördermaßnahmen in Rheinland-Pfalz vor.
Cornelia Behm, Grüne-Bundestagsabgeordnete aus Brandenburg.
© Werkbild
Mit Blick auf das Ranking zum Ökolandbau in Deutschland vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) hat die Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Cornelia Behm, deutliche Kritik an der Förderpolitik ihres Heimatbundeslandes Brandenburg geübt. "Nun haben wir es schwarz auf weiß, dass Brandenburg für den Ökolandbau zu wenig tut", stellte die Grünen-Sprecherin für ländliche Entwicklung im Bundestag am Montag vergangener Woche beim Brandenburgtag auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin fest. Aus ihrer Sicht wirft insbesondere die Aussetzung der Umstellungsförderung das Bundesland im Vergleich zu den anderen Ländern zurück. Dadurch lasse sich Brandenburg große Summen an Kofinanzierungsmitteln vom Bund und von der EU durch die Lappen gehen.
Berlin böte einen großen Markt für Bioprodukte aus Brandenburg
Das Argument, dass sich das Land die Umstellungsförderung nicht leisten könne, sei damit hinfällig, erklärte Behm. Sie verwies auf den Freistaat Bayern, der erst im Herbst 2011 beschlossen habe, die vormals ausgesetzte Ökolandbauförderung wieder aufzunehmen. Die Grünen-Politikerin forderte die rot-rote Landesregierung in Potsdam auf, den Biolandbau ebenso wie Bayern wieder finanziell zu unterstützen. Mit Berlin als großem Markt für Biokunden sei es unverständlich, warum gerade Brandenburg sich nicht stärker für die Produktion regionaler und ökologischer Lebensmittel einsetze, betonte Behm. Das BÖLW-Ranking war auf Kritik in der Wissenschaft und Politik gestoßen
Höfken erläutert ihre Agenda zur Stärkung des Ökolandbaus
Behms Parteikollegin, die rheinland-pfälzische Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken hatte weniger Grund zur Klage während ihres Besuchs auf der Grünen Woche in Berlin. Sie stellte weitere Details ihrer Agenda zur Stärkung der bäuerlichen Tierhaltung, der Umweltmaßnahmen in der Landwirtschaft, des Ökolandbaus, der Regionalvermarktung und der Ernährungsberatung vor. Die Grünen-Politikerin erinnerte zunächst daran, dass ihr Haus bereits "geliefert" und vor der Eröffnung des Antragsverfahrens im Herbst 2011 die Fördersätze verbessert habe, um den Anschluss an die anderen Bundesländer zu erreichen. Ferner werde mit Blick auf die Regionalvermarktung noch im ersten Quartal dieses Jahres ein Internetportal freigeschaltet, mit dem mehr Transparenz beim Angebot regionaler Produkte sowie bei den Förderinstrumenten geschaffen werden solle.
AgE
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