Dienstag, 22.05.2012
Mehr als drei Millionen Tonnen Biodiesel in den USA erwartet
Washington - Die Biodieselproduktion in den Vereinigten Staaten soll sich in diesem Jahr mehr als verdoppeln. Mit mehr als drei Millionen Tonnen könnte es zu einem Produktionsrekord kommen.
Angeblich ignoriert die deutsche Saatgutfirma KWS Saat AG das polnische Verbot Gen-Saatgut zu verkaufen.
© Hapo/landpixel.de
Als zuständiger Branchenverband rechnet der National Biodiesel Board (NBB) in einer vergangene Woche veröffentlichten Schätzung für 2011 mit einer Steigerung der Erzeugung auf mehr als drei Millionen Tonnen, nach 1,2 Millionen Tonnen Biodiesel im vergangenen Jahr.
Seinerzeit waren die Steuervorteile für den Methylester zeitweise außer Kraft. In diesem Jahr hat sich das Parlament jedoch zu einer Verlängerung der Steuerermäßigung durchgerungen, die sich auf ein Dollar pro Gallone (18 Cent/Liter) beläuft. Einen vorläufigen Produktionsrekord hatte die US-Biodieselwirtschaft 2008 mit einem Aufkommen von 2,65 Millionen Tonnen erzielt. Damals hatte es allerdings Probleme mit subventionierten Exporten in die Europäischen Union gegeben.
Zwiespältig ist das Verhältnis von US-Regierung und Parlament zur Biodieselförderung. So stehen die Steuervorteile für Ethanol, der in den USA fast ausschließlich aus Mais gewonnen wird, im Kongress unter Beschuss. Präsident Barack Obama hat Reformen der Förderpolitik in Aussicht gestellt. Am Dienstag vergangener Woche kündigte der Präsident an, dass das Agrar- zusammen mit dem Energie- und dem Marineministerium in den nächsten drei Jahren insgesamt 510 Millionen Dollar (353 Millionen Euro) zur Produktion von Biokraftstoffen der zweiten Generation im Luftverkehrs- und Schifffahrtsbereich zur Verfügung haben sollen.
Entwicklung neuer Biokraftstoffe für Transportfahrzeuge
Dabei soll es um Gemeinschaftsprojekte mit der Privatwirtschaft gehen. Die Entwicklung dieser neuen Biokraftstoffe soll auf militärische ebenso wie auf gewerbliche Transportfahrzeuge gerichtet sein. Nach den Vorstellungen der Regierung soll ein ebenso großer Betrag, also nochmals mindestens 510 Millionen Dollar (353 Millionen Euro), von Privatunternehmen kommen. Die Vereinigten Staaten geben laut Angaben des US-Agrarressorts jährlich mehr als 300 Milliarden Dollar (208 Milliarden Euro) für den Import von Rohöl aus. (AgE)
Um ein Kommentar zu schreiben müssen Sie sich einloggen.