Dienstag, 22.05.2012
Verbrauch von Bioethanol weiter gestiegen
Berlin - Der Verbrauch von Bioethanol ist weiter gewachsen. Von Januar bis Juni 2011 wurden bundesweit insgesamt etwa 569.000 Tonnen Bioethanol nachgefragt.
Von Januar bis Juni 2011 hat der Verbrauch von Bioethanol in Deutschland um 4,7 Prozent zugelegt.
© Mühlhausen/landpixel
Das waren rund 24.000 Tonnen beziehungsweise 4,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2010. Damit habe Bioethanol im Benzinmarkt einen Anteil von 5,7 Prozent erreicht, berichtete der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mit Bezug auf Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA).
Aufgrund des zunehmenden Absatzes der Kraftstoffsorte E10 sei davon auszugehen, dass der Marktanteil von Bioethanol in der zweiten Jahreshälfte 2011 weiter steige.
Produktion in Deutschland leicht rückläufig
Im Gegensatz zumVerbrauch ging die Inlandsproduktion von Bioethanol dem BDBe zufolge zurück: In Deutschland wurden von Januar bis Juni 2011 rund 243.000 Tonnen Bioethanol aus Futtergetreide und Zucker erzeugt, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum eine Abnahme um 20.000 Tonnen bedeutete. Dabei sei der Anteil von Zucker rückläug gewesen, und zwar um ein Drittel, stellte der BDBe fest. Der drastische Anstieg der Weltmarktnotierungen für Zucker in den vergangenen 18 Monaten, insbesondere bedingt durch eine geringere Ernte in Brasilien, habe zu einer angespannten Versorgungslage auch auf dem europäischen Zuckermarkt geführt.
Bioethanolproduktion aus Zuckerüben gesenkt
Wegen des höheren Weltmarktpreises seien die Zuckereinfuhren aus Drittländern deutlich geringer ausgefallen als geplant. Dies habe die EU-Kommission veranlasst, 500.000 Tonnen Zucker, die eigentlich für technische Zwecke, insbesondere für die Erzeugung von Bioethanol bestimmt gewesen seien, für den Absatz im Nahrungsmittelsektor freizugeben. "Das ist ein klarer Beleg dafür, dass die Versorgung des heimischen Zuckermarktes Vorrang vor anderen Verwendungen hat", betonte BDBe-Geschäftsführer Dietrich Klein. Bioethanol treibe nicht den Zuckerpreis in der EU.
AgE
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