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Das zum 1. Januar 2009 in Kraft getretene novellierte Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in regelt die Vergütung für Strom aus regenerativen Energiequellen, unter anderem aus Biogas. In Deutschland produzierten Ende 2008 knapp 4.000 Biogasanlagen rund elf Millionen Kilowattstunden Strom und deckten damit den Bedarf von mehr als 3 Millionen durchschnittlichen Haushalten. Mit dem neuen EEG erwartet der Fachverband Biogas einen deutlichen Anstieg der Anlagenzahl in Deutschland. "Wir gehen davon aus, dass im Jahr 2009 etwa 780 neue Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von gut 200 Megawatt ans Netz gehen werden", prognostiziert der Geschäftsführer des Fachverbandes Biogas, Claudius da Costa Gomez. Dies entspricht einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro, die vor allem durch den Klein- und Mittelstand im ländlichen Raum erwirtschaftet würde.
Biogasanlagen sichern Arbeitsplätze und Versorgungssicherheit
Mehr als 10.000 Menschen sind schon jetzt in der Branche tätig. Mit der aktuellen Gaskrise wurde wieder einmal deutlich, wie wichtig eine autarke Gasversorgung für Deutschland und Europa auch vor dem Hintergrund einer verbesserten Versorgungssicherheit ist. Die in Deutschland stehenden Biogasanlagen erzeugen im Jahr rund 2,75 Milliarden Kubikmeter Biomethan – und damit rund drei Prozent des deutschen Erdgasbedarfs von 84 Milliarden Kubikmeter. Eine Studie des Deutschen Biomasse- Forschungszentrums in Leipzig kam im Jahr 2007 allerdings zu dem Ergebnis, dass europaweit rund ein Drittel des Gasbedarfs von derzeit gut 300 Milliarden Kubikmeter in Biogasanlagen erzeugt werden könnte – und damit mehr als die Menge, die Europa aktuell aus Russland bezieht. "Das heute auf der Basis der EEG-Regelungen investierte Geld ist also volkswirtschaftlich gut angelegt; denn langfristig müssen alle Biogaspotentiale ausgeschöpft werden, um unsere Energieversorgung und damit auch unsere Wirtschaftskraft zu sichern," bewertet da Costa Gomez diese Ergebnisse.
Biogaseinspeisung steckt noch in den Kinderschuhen
Momentan befindet sich die Direkteinspeisung von aufbereitetem Biogas ins Erdgasnetz noch in den Anfängen. Ende 2008 waren 13 Anlagen in Betrieb, die zusammen rund 48 Millionen Kubikmeter aufbereitetes Biogas ins Gasnetz einspeisen konnten; 16 weitere befinden sich im Bau oder in der Planung. Einige Stadtwerke, wie beispielsweise Hannover, Braunschweig oder Aachen, und Energieversorger wie Eon oder RWE sind bereits an Einspeiseprojekten beteiligt. Gerade die Vergärung von biogenen Abfällen aus den braunen Tonnen stellt für zunehmend mehr Städte und Gemeinden eine interessante Option dar. Allerdings gibt es auch für die Biogasbranche einen Wehrmutstropfen: Aufgrund der äußerst schwierigen vergangenen zwei Jahre, in denen hohe Agrarpreise und die dringend erwartete EEG-Novelle kaum noch Investitionen in Biogasanlagen fließen ließen, ist die wirtschaftliche Situation bei vielen Biogasanlagenherstellern angespannt. Sie können bei den Banken oft nicht mit Eigenkapital werben, sondern nur mit äußerst positiven Auftragsperspektiven. Sie sind im Ranking der Firmen derzeit schlecht eingestuft. "Damit besteht die Gefahr, dass trotz der sehr guten Ausgangslage durch das novellierte EEG und den mittel- und langfristig positiven Perspektiven die Branche jetzt nur langsam in Fahrt kommt", befürchtet Verbandsgeschäftsführer da Costa Gomez.
Jahrestagung bietet Spezialveranstaltungen für Kommunen
Auf seiner 18. Jahrestagung von 3. bis 5. Februar 2009 in Hannover bietet der Fachverband Biogas mit einer Parallelveranstaltung "Biogas für Kommunen" speziell für Stadtwerke und Kommunen eine Vortragsreihe an. Daneben referieren Experten im Plenum und in den neun Workshops über aktuelle Biogasthemen; parallel hierzu findet Europas größte reine Biogas-Fachmesse in Halle 7 auf dem Messegelände Hannover statt. Weitere Information dazu finden Sie hier. (pd)

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| Kartoffeln | 5,10 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
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| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |