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Über 1.200 Teilnehmer hatten sich bereits bis zum Beginn der Tagung am 2. Februar registriert. Und mit mehr als 280 Firmen stellen so viele Unternehmen wie nie zuvor Ihre Produkte und Dienstleistungen auf der begleitenden Biogas-Fachmesse aus. Dies sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die Branche ihr Tal durchschritten hat, so der Fachverband Biogas in einer Pressemitteilung.
Die Auftragsbücher der meisten Firmen sind voll, neue Arbeitsplätze vor allem in ländlichen Regionen entstehen. Dieser Trend basiere maßgeblich auf dem EEG 2009, das seit dem 1. Januar des vergangenen Jahres in Kraft ist. "Mit der letzten Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hat die Politik ein gutes Händchen bewiesen", betont der Geschäftsführer des Fachverband Biogas e.V., Dr. Claudius da Costa Gomez. "Es ist nach wie vor die Basis für den Ausbau der Biogas-Branche und den Erhalt der mehr als 11.000 Arbeitsplätze."
Fundament: Stabile Rahmenbedingungen
Vor allem für die Firmen seien stabile Rahmenbedingungen das Fundament ihres Handelns. Sie hätten ihre qualifizierten Mitarbeiter über viele Jahre selbst ausgebildet und bauten nun auf einen konstanten Markt, um von diesem Know-how zu profitieren. Auch die Forschung und Entwicklung mit daraus resultierenden Effizienzsteigerungen und neuen Technologien stehe in direktem Zusammenhang mit einer sicheren und dauerhaften gesetzlichen Basis. Daher ist es essentiell wichtig, die Biogasvergütungen des EEG 2009 zu erhalten, so Gomez. Die Ankündigung im Koalitionsvertrag, die nächste EEG-Novelle um ein Jahr auf 1. Januar 2012 vorzuziehen, brächte wieder Verunsicherung in die Biogas-Branche.
Regierungsziel: Bis 2020 sechs Milliarden Kubikmeter Biogas im Erdgasnetz
Die Bundesregierung will bis zum Jahr 2020 sechs Milliarden Kubikmeter Biogas ins Erdgasnetz einspeisen. Aktuell stammen nur 163 Millionen Kubikmeter (2,7 Prozent) aus Biogasanlagen. Derzeit werden Biogaseinspeiseanlagen überwiegend von großen Gasversorgern und deren Tochterunternehmen realisiert. Unabhängige Biogaseinspeiseprojekte sind trotz der theoretisch guten Rahmenbedingungen der Gasnetzzugangsverordnung schwierig zu realisieren.
Fachverband Biogas: EGE für verlässliche Vergütung
Um die Potenzial- und Markterschließung der Gaseinspeisung auch für mittelgroße dezentrale Biogasanlagen zu ermöglichen, fordert der Fachverband Biogas ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz (EGE), das in Anlehnung an das EEG eine verlässliche Einspeisevergütung für Biogas festschreibt. Damit könnte jeder Betreiber die sinnvollste Verwertung seines Biogases selbst wählen: die Vor-Ort-Verstromung mit Wärmenutzungskonzept oder die Einspeisung in das Erdgasnetz. Diese standortangepasste Option könnte die Effizienz der Biogasnutzung erheblich steigern. Wo auch dezentrale Biogasanlagen ihren Verwertungspfad frei wählen können, werden Großanlagen mit hohem Verkehrsaufkommen überflüssig.
Pellmeyer: Güllevergärung könnte Standard werden
Gülle könnte direkt am Ort des Entstehens verwertet werden. "Die Vergärung von Gülle in Biogasanlagen sollte für die Landwirtschaft zum Standard werden", fordert der Präsident des Fachverband Biogas e.V., Josef Pellmeyer - selbst Landwirt und Betreiber von zwei Biogasanlagen. Die Vergärung von Gülle in Biogasanlagen vermeidet einerseits die Methan-Emissionen aus der offenen Güllelagerung. Andererseits sind die Nährstoffe im Gärprodukt besser pflanzenverfügbar und ersetzen damit Mineraldünger, der mit hohem Energieaufwand hergestellt wird, so der Fachverband Biogas. Für die Landwirtschaft schließe sich mit dem Einsatz von Gülle in der Biogasanlage ein wichtiger Nährstoffkreislauf.
2010: 600 bis 800 neue Biogasanlagen
Allein durch den Strom und die Wärme aus den 4.500 deutschen Biogasanlagen würden heute die CO2-Emissionen um mehr als neun Millionen Tonnen pro Jahr reduziert. Die derzeit für den Anbau von Energiepflanzen im Bereich Biogas genutzten 500.000 Hektar Ackerfläche ließen sich ohne Gefährdung der Nahrungsmittelsicherheit oder des Naturschutzes vervierfachen, schreibt der Fachverband. Für das Jahr 2010 erwartet der Fachverband Biogas einen Zubau von 600 bis 800 Biogasanlagen und mindestens 1.000 neue Arbeitsplätze, vor allem in den strukturschwachen ländlichen Räumen. Bis zum Jahr 2020 können mit einem sicheren EEG und einem EGE rund 10.000 weitere Arbeitsplätze hinzukommen. (pd)

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| Raps | 469,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Weizen | 212,75 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Mais | 211,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Kartoffeln | 5,10 Euro/dt | zur dlz-Prognose |
| Braugerste | 228,00 Euro/t | zur dlz-Prognose |
| Jungbullen U3 | 3,79 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Kühe R3 | 3,37 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Milch | 32,00 Cent/kg | zur dlz-Prognose |
| Ferkel NS | 56,50 €/St. | zur dlz-Prognose |
| Schweine 56% | 1,68 €/kg | zur dlz-Prognose |
| Sojaschrot | 387,00 €/t | zur dlz-Prognose |
| Rapsschrot | 256,00 €/t | zur dlz-Prognose |
