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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Bio » Biogetreidepreise ]
Dienstag, 22.05.2012
Bio | 08.08.2011 Redaktion agrarheute.com

Preisfindung für Biogetreide schwierig

Bonn - Während die Biogetreideernte in vollem Gange ist, aber immer wieder von Regenfällen unterbrochen wird, gestaltet sich die Preisfindung in diesem Jahr besonders schwer.
Ein Liquiditätsengpass führt möglicherweise dazu, dass österreichische Biobauern zu wenig Geld für ihr bereits geliefertes Getreide erhalten.© oekolandbau.de
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Ein Liquiditätsengpass führt möglicherweise dazu, dass österreichische Biobauern zu wenig Geld für ihr bereits geliefertes Getreide erhalten.
© oekolandbau.de
Wie die Agrarmarkt Informations-GmbH (AMI) berichtete, ist der "Run" auf das neue Biogetreide bislang sehr verhalten ausgefallen. Seit Mitte beziehungsweise Ende Juli liefen zwar etliche günstigere Geschäfte mit sofortiger Lieferung. Auf längerfristige Partien wollten sich aber weder Käufer noch Verkäufer festlegen.
 
Die Lager der Verarbeiter seien meist aus der alten Ernte bis September oder noch Oktober gefüllt und die Landwirte könnten bislang kaum einschätzen, welche Mengen in welchen Qualitäten sie letztlich von den Feldern holenwürden, erläuterte die AMI. Daher sei auf beiden Seiten Abwarten angesagt, da man sich oft über die Preise noch nicht einig werde.
 
Einschätzungen zur Marktlage unterschiedlich
 
Einerseits werteten einige die Ernte nicht als "Katastrophenernte" und erwarteten einen leichten Rückgang der Preise besonders für Futtergetreide, auch weil die Preise für konventionelles Getreide auf der Stelle treten. Der größere Teil der Marktteilnehmer rechne aber mit stabilen oder leicht steigenden Preisen für Biogetreide. Diese Erwartung resultiere aus den Ertrags- und Qualitätsschätzungen, die doch häufig um fünf Prozent bis 15 Prozent unter dem Durchschnitt lägen, so die AMI.
 
Uneinheitliche Ernteergebnisse
 
Die ersten Druschergebnisse zeigten zwar ein sehr uneinheitliches Bild mit regional oder sogar lokal großen Unterschieden; bundesweit lasse sich aber sagen, dass die Frühjahrstrockenheit weniger Auswirkungen zu haben scheine als befürchtet. Von Ertragseinbußen betroffen seien eher leichte Standorte; auf besseren Böden bewege sich die Erntemenge auf fast normalem bis leicht unterdurchschnittlichem Niveau. Der Regen im Juli habe zunächst zur Ertragssteigerung beigetragen; inzwischen habe sich aber das Blatt gewendet und mit jedem weiteren Regentag in den oft reifen Beständen stiegen die Befürchtungen um Fallzahlen und oftmals auch um Protein- und Klebergehalte.
 
Die größten Einbußen seien bei Gerste und Roggen zu verzeichnen - bei der Gerste, da sie als erstes reif sei und nach der Trockenheit kaum vom Regen profitiert habe, und beim Roggen, da er häufig auf leichten Standorten angebaut wurde.
AgE
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Keywords Biogerste | Biogetreide | Bioroggen | Ernteeinbußen | Ernteergebnisse | Erntequalitäten | Gerstenernte | Getreideernte | Roggenernte
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