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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Allgemeines » Hecken_UniGö ]
Dienstag, 22.05.2012
Allgemeines | 8.12.2011 Redaktion agrarheute.com

Göttinger Agrarökologen untersuchen Effizienz von Agrar-Umweltmaßnahmen

Göttingen - Sowohl freistehende Hecken als auch der ökologische Landbau fördern die Zahl der Feldvögel in einer Kulturlandschaft.
Freistehende Hecken tragen in besonderem Maße zur Förderung von Feldvogelarten bei.© Hella Schlinkert (Universität Göttingen)
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Freistehende Hecken tragen in besonderem Maße zur Förderung von Feldvogelarten bei.
© Hella Schlinkert (Universität Göttingen)
Agrarökologen der Universität Göttingen sind nun der Frage nachgegangen, welche der beiden Maßnahmen die effektivere ist. Dabei wiesen sie einerseits nach, dass die ökologische Bewirtschaftung von Grün- und Ackerland einen positiven Einfluss auf die Artenvielfalt der Feldvögel hat. Andererseits leisten Hecken aber einen deutlich größeren Beitrag: Je länger die Hecke, umso mehr Feldvogelarten kommen in ihrer Umgebung vor.
 
"Wenn man die Länge einer Hecke von 50 Metern auf 250 Meter erhöht, steigt die Zahl der vorhandenen Feldvogelarten von zwei auf zehn", so Dr. Péter Batáry, der zurzeit als ungarischer Stipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen forscht. Gleichzeitig untersuchte Dr. Batáry, in welcher Art von Landschaft das Anpflanzen von Hecken die größte Bedeutung hat. Dabei konnte er den positiven Effekt in diesem Ausmaß nur für Hecken in "ausgeräumten" Landschaften nachweisen, in denen weniger als 17 Prozent des Bodens naturbelassen sind. In naturnahen und strukturell komplexen Landschaften mit wenig Landbau sei die Artenvielfalt von vornherein sehr hoch. Hier hätten lokale Maßnahmen des Umweltmanagements nur eine geringe Effizienz.

Landschaftsstruktur muss berücksichtigt werden

In der Regel in Bodennähe zu finden: Das Nest einer Goldammer. © Hella Schlinkert (Universität Göttingen)
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In der Regel in Bodennähe zu finden: Das Nest einer Goldammer.
© Hella Schlinkert (Universität Göttingen)
"Diese Ergebnisse zeigen, dass bei agrarwirtschaftlichem Umwelt- und Naturschutz die Bedeutung der Landschaftsstruktur viel stärker als bisher berücksichtigt werden muss. Entgegen der landläufigen Meinung lohnen sich lokale Maßnahmen in 'ausgeräumten' Landschaften viel mehr als in naturbelassenen", betont Prof. Dr. Teja Tscharntke, Leiter der Abteilung Agrarökologie der Universität Göttingen.
 
Darüber hinaus spielen auch artspezifische Besonderheiten eine Rolle. So fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich die Dichte von am Boden brütenden Feldvögeln wie der Feldlerche in einer Landschaft mit ökologischem Anbau verdoppelt. Dr. Batáry kommt deshalb zu dem Schluss: "Beide Maßnahmen – Hecken wie Öko-Landbau – leisten einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Feldvögel, von denen viele Arten bedroht sind."
pd/red
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Keywords Agrar-Umweltmaßnahmen | Agrarökologie | Artenvielfalt | Forschung | Hecken | Pflanzenbau | Péter Batáry | Teja Tscharntke | Universität Göttingen | Wissenschaft | Ökologischer Landbau
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