Dienstag, 22.05.2012
Blauzungenkrankheit in Spanien noch nicht unter Kontrolle
In Spanien bleibt die Blauzungenkrankheit (BT) weiterhin ein Problem. Das staatliche Schnellwarnnetz für Tiergesundheit (RASVE) meldete am 20.10.2011 den ersten Ausbruch der Tierkrankheit in diesem Jahr.
Betroffen ist demnach ein Gemischtbetrieb in der Provinz Cáceres, der Autonomen Region Extremadura im Westen des Landes. Dort sind den Behörden zufolge 10 Rinder nachweislich auf eine Infektion mit dem Serotyp 1 getestet worden.
Die erkrankten Tiere stammen aus einem überwachten Betrieb in Malpartida de Plasencia. Die Rinder waren nicht geimpft, da eine obligatorische BT-Vakzination seit Anfang 2011 nur noch im bilateralen Handel mit Frankreich für Schafe und Rinder zur Abwehr des Serotyps 2 und des Erregers BTV-8 vorgeschrieben ist.
Allerdings sind die staatlichen Veterinärbehörden in Madrid weiterhin auf der Hut, zumal BT auf der Iberischen Halbinsel noch immer nicht vollständig unter Kontrolle ist und den Fachleuten zufolge das Virus im Mittelmeerraum ständig präsent ist.
Nach Einschätzung von RASVE dürfte der jetzt entdeckte Serotyp 1 durch Stechmücken übertragen worden sein. Nach offiziellen Angaben waren in Spanien 2010 insgesamt 91 Infektionsherde offiziell gemeldet worden, wovon 80 den Serotyp 1 und 10 Ausbrüche den Erreger BTV-4 betrafen, während nur in einem Fall der Serotyp 7 bestätigt worden war. © AgE / pixelio
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