Dienstag, 22.05.2012
Bio
| 16.11.2011
BÖLW: Politik bremst heimischen Ökolandbau
Berlin - Ungünstige politische Rahmenbedingungen sieht Dr. Alexander Gerber als Ursache für ein nach wie vor unzureichendes Angebot an heimischer Öko-Ware.
Fast 22.000 Betriebe werden derzeit in Deutschland ökologisch bewirtschaftet.
Anlässlich einer Ankündigung des nunmehr 15. BioMarkts auf der kommenden Internationalen Grünen Woche machte der Geschäftsführer vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) auf einen Rückgang der Förderung von ökologischem Landbau in Deutschland zwischen 2004 und 2009 um 11 % aufmerksam. Zudem sei es für Ökolandwirte schwer, mit dem hoch subventionierten Anbau von Mais für Biogasanlagen zu konkurrieren. "Anstatt das Marktpotential als Chance für die deutschen Landwirte zu begreifen, steht die Politik auf der Bremse", so Gerber. Umso erfreulicher sei es daher, "dass engagierte Unternehmer aus Überzeugung ihre Betriebe zu Vorzeigebetrieben in Sachen Nachhaltigkeit weiterentwickeln".
Starke Nachfrage nach Bioprodukten hält an
Laut BÖLW-Geschäftsführer ist der Biomarkt weiterhin durch
eine starke Nachfrage geprägt. Auch 2011 lege der Umsatz vor allem im
Fachhandel kräftig zu. Für Gerber ist dies der Beweis, "dass die
Potentiale bei weitem noch nicht ausgeschöpft sind". 2010 betrug der
Umsatz mit Biolebensmitteln in Deutschland nach Angaben des BÖLW rund
5,9 Mrd Euro. Dies war ein Anstieg um etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr.
Auch für 2011 deute sich eine positive Weiterentwicklung an. Der BÖLW
verweist auf erste Schätzungen, nach denen man einen Anstieg des
Umsatzes bei Biolebensmitteln um 8 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2010
erwarten könne.
60 Bio-Aussteller kommen auf die Grüne Woche nach Berlin
Am BioMarkt im Rahmen der Grünen Woche beteiligen sich rund
60 Aussteller, darunter die Anbauverbände Bioland, Demeter, Naturland
und Biokreis. Erstmalig präsentiert das Forum Berufsbildung Jobprofile
aus der Naturkostbranche. Das Bundeslandwirtschaftsministerium ist
unter dem Motto "Bio - Vielfalt erleben und genießen" mit dem Stand des
Bundesprogramms "Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger
Landwirtschaft" vertreten. Eines der Highlights am Stand sind die
Biohöfe aus dem Netzwerk Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau.
AgE
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