Dienstag, 22.05.2012
Bio
| 11.01.2012
Bonde will Verbindung von Bio und Regional weiter forcieren
Stockach-Wahlwies - Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Alexander Bonde sieht in der Verbindung von Bio und Regional große Marktchancen für heimische Landwirte.
Bewerben kann sich jeder, der gute Einfälle für eine bessere Produktverarbeitung und -vermarktung, den Natur- und Ressourcenschutz oder das Energiemanagement hat.
© Mühlhausen/landpixel.de
Derzeit kauften rund 67 Prozent der Bürger im Südwesten regelmäßig Produkte aus biologischem Anbau, 80 Prozent würden gerne mehr Biowaren kaufen, berichtete der Grünen-Politiker beim Besuch des Obstbaubetriebes Waldegghof in Stockach-Wahlwies im Landkreis Konstanz. "Wir wollen, dass unsere Landwirte diese Chance auch nutzen können", erklärte Bonde bei seinem Obsthofbesuch, wo er zugleich den Aktionsplan "Bio aus Baden-Württemberg" vorstellte.
Förderstopp aufgehoben
Aus seiner Sicht brauchen die Ökobetriebe gerade in der schwierigen
Phase der Umstellung Verlässlichkeit und Kontinuität in der Förderung.
Daher habe die grün-rote Landesregierung den von der Vorgängerregierung
veranlassten Förderstopp aufgehoben. Biobetriebe könnten auch 2012 und
2013 in die Ökoförderung des Agrarumweltprogramms Marktentlastungs- und
Kulturlandschaftsausgleich (MEKA) einsteigen.
Schritt für Schritt
Um den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg zu stärken, wolle das
Land gemeinsam mit Partnern eine Reihe von Projekten und Maßnahmen
anstoßen, die Schritt für Schritt umgesetzt werden sollten, betonte der
Minister weiter. Dazu gehöre beispielsweise die Einrichtung eines Schul-
und Versuchsstandorts mit Schwerpunkt ökologischer Landbau an einer
bestehenden Einrichtung oder die Stärkung der Kontrollbehörde für
ökologischen Landbau am Regierungspräsidium Karlsruhe. Geplant sei
zudem, an einem der Schulstandorte im Land die Ausbildung durch
Einbeziehung von Ökomodulen auszubauen sowie die Ausbildung im
Biolandbau landesweit zu verstärken. "Der Bioobstbau ist ein wachsender
Markt", stellte Bonde fest.
AgE
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