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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Getreide » Braugerste-Ernte-Abschlussbericht ]
Dienstag, 22.05.2012
Getreide | 01.12.2011 Redaktion agrarheute.com

Braugerstenernte 2011: 'Wir haben ein Mengenproblem'

Die Braugersten-Gemeinschaft hat ihren Abschlussbericht zur diesjährigen Ernte vorgelegt. Die Qualitäten fielen derart unterschiedlich aus, dass die Auswertung erstmals aufgeschlüsselt erfolgte.
Ein Teil der Braugerste ist aufgrund der schlechten Qualitäten möglicherweise bereits im Futtertrog gelandet.© agrarpress
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Ein Teil der Braugerste ist aufgrund der schlechten Qualitäten möglicherweise bereits im Futtertrog gelandet.
© agrarpress
"Wir haben dieses Jahr definitiv ein Mengenproblem. Die Frage ist nur noch, wie groß es ausfällt", sagt Walter König, Geschäftsführer des Bayerischen Braubunds gegenüber agrarheute.com. Aufgrund der diffizilen Lage wurden die gewichteten Mittelwerte für die Qualitätsdaten, sowie die Menge der geschätzten Braugerstenablieferung erstmals nicht mehr für Deutschland aufsummiert dargestellt, sondern lediglich die Einzelergebnisse aus den Bundesländern aufgeführt.
 
Außerdem wird - auf Grund der Heterogenität der Ernte - neben dem Durchschnittswert des Eiweißgehaltes, die Bandbreite der Streuung sowie der Anteil der Sommergerstenmenge, die einen Eiweißgehalt von unter 11,5 Prozent aufweist, gesondert ausgewiesen.

Keine falschen Schlüsse ziehen

Damit weicht die Darstellung des Ernteergebnisses von der üblichen Darstellung ab. Hintergrund ist die Befürchtung, dass falsche Schlüsse über die Versorgungssituation und Verfügbarkeit mit qualitativ hochwertiger Braugerste aus der Ernte 2011 getroffen werden.
 
Schwierigkeiten mit der Qualität
 
Braugerstenernte 2011: 'Wir haben ein Mengenproblem'
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Braugerstenernte 2011: 'Wir haben ein Mengenproblem'
Die in der Tabelle genannten Braugerstenmengen mit den dazugehörigen Qualitätsdaten sind zwar physisch vorhanden, Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass große Teile dieser Mengen nicht den Weg in die Mälzerei finden werden. Die größtenteils unter Zeitdruck und schwierigen Witterungsverhältnissen eingebrachte Ernte zeigt bereits vier Monate nach der Ernte erhebliche Ausfälle in der Keimenergie, Trocknungsschäden sowie vereinzelt Befall von Mikroorganismen. Der erhöhte Eiweißgehalt trägt zudem dazu bei, dass Partien als Braugerste abgelehnt werden, obwohl die Versorgungssituation knapp ist und Unsicherheit über die Qualitäten der in den Lagern liegenden Braugerstenmengen besteht. "Hier bleibt abzuwarten, ob Brauerein den Mälzern Zugeständnisse machen oder nicht", so Walter König.
 
Grenzqualitäten bereits im Futtertrog
 
Es bleibt abzuwarten, ob sich auf Grund der Einlagerung von Sommergerstenpartien mit Wassergehalten im Bereich von 14 bis 14,5 H2O beziehungsweise bei getrockneten Partien noch Qualitätseinbußen ergeben. Die über die Datenbasis der repräsentativen Stichproben aus der Ernte sowie über die "Besondere Ernteermittlung" festgestellten Braugerstenqualitäten und Braugerstenmengen entsprechen somit nicht der aktuell auf dem Markt befindlichen marktfähigen Braugerste. Braugerstenpartien mit Grenzqualitäten könnten bereits in den Futtertrog gewandert sein, da der Futtergerstenpreis sehr nahe an einem mit Qualitätsmalus belegten Braugerstenpreis liegt.
 
Grundlage der Auswertung waren repräsentative Praxisstichproben aus den Ämtern für Landwirtschaft und aus den Bereichen der Fördervereine für Braugerste.
pd
Fachbeitrag zum Thema:
Redaktion Neue Landwirtschaft Matif-Weizen ins Depot
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Keywords Bier | Brauerei | Braugerste | Braugerstenernte | Ernte 2011 | Menge | Mälzerei | Qualität
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