Dienstag, 22.05.2012
Braugerste: Versorgung bleibt knapp
Zwei Faktoren bestimmten in den letzten Monaten den Braugerstenmarkt: Zum einen die Unsicherheit über die wirkliche Versorgungslage. Zum anderen die offensichtlichen Qualitätsprobleme.
Die europäische Produktion reicht dieses Jahr wohl nicht aus, um dem Marktbedarf zu decken.
© landpixel.de
Die Marktentwicklung in Deutschland kann man für das zurückliegende Jahr getrost als extrem bezeichnen. Der außergewöhnliche Witterungsverlauf mit einem sehr trockenen Frühjahr und einem ziemlich verregneten Sommer führte regional zu beträchtlichen Ertrags- und vor allem Qualitätseinbußen. Gleichzeitig sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern hinsichtlich Ertrag und Qualität so groß wie selten zuvor.
Produktion kann Bedarf nicht decken
Nicht nur in Deutschland und Frankreich hat die extreme Witterung jedoch
zu Problemen bei der Qualität der
Braugerste geführt. Mit Dänemark hat
der neben Frankreich und Großbritannien größte europäische
Braugerstenexporteur ebenfalls erhebliche Schwierigkeiten mit der
Qualität. Nachdem die Dänen ein Drittel ihrer
Braugerste noch in sehr
guten Zustand vom Feld geholt hatten, führte Niederschlag bei der
nachfolgenden Ernte zu einem massiven Fusarienbefall.
Insgesamt reicht
die europäische Produktion in diesem Jahr wohl nicht aus, um den
vorhandenen Bedarf zu decken. Derzeit muss man von einem Defizit in der
europäischen Versorgungsbilanz von 400.000 bis 500.000 Tonnen ausgehen.
Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Eine ausführliche Analyse zum deutschen und europäischen
Braugerstenmarkt finden Sie in der aktuellen Ausgabe des
dlz-agrarmagzin, Heft 2/2012
Zunahme des weltweiten Weizenanbaus erwartet
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