Dienstag, 22.05.2012
Deutsches Braunvieh: Zeitalter der genomischen Selektion beginnt
Freising - Bei der Rinderrasse "Deutsches Braunvieh" wird das bisherige Verfahren zur Zuchtwertschätzung ab dem 13. Dezember durch den "genomisch optimierten Zuchtwert" abgelöst.
Bereits jetzt gibt es mehr als 650 genomisch getestete Selektionskandidaten.
© hapo/landpixel
Wie die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mitteilte, hat die Rasse "Deutsches Braunvieh" am 28. November 2011 vom Interbull Center in Schweden die internationale Anerkennung für die genomische Zuchtwertschätzung erhalten. Unmittelbar darauf habe der Beratende Ausschuss Zuchtwertschätzung der Länder Bayern, Baden-Württemberg und Österreich die Einführung des neuen Verfahrens als offizielle Zuchtwertschätzung beschlossen.
Sicherheit auf wettbewerbsfähigem Niveau
Das neue Zuchtwertschätzverfahren wurde am Institut für Tierzucht der LfL in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Österreich und Baden-Württemberg entwickelt. Dabei wurde durch einen intensiven internationalen Austausch von Genotypen mit mehr als 4.000 sicher geprüften Bullen die weltweit größte nationale Kalibrierungsstichprobe für die Rasse Braunvieh/Brown Swiss geschaffen. Praktisch jeder international relevante Braunvieh-Besamungsbulle ist in der Kalibrierungsstichprobe vertreten. Die erzielte Sicherheit der Zuchtwertschätzung im Merkmal Milchmenge beträgt im Durchschnitt junger Selektionskandidaten 69 % und liegt damit auf einem international wettbewerbsfähigen Niveau.
AgE
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