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[ » ah nachrichten für die Landwirschaft » Pflanze » Allgemeines » BVA ]
Dienstag, 22.05.2012
Allgemeines | 09.09.2010

Handel erwartet feste Weizen- und Rapspreise

Bingen - Die hohen Raps- und Weizenpreise signalisierten auch für die Ernte 2011 beste Vermarktungsaussichten, erläuterte der BVA heute auf einem Nachernte-Pressegespräch in Bingen am Rhein.

© agrarfoto.com
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© agrarfoto.com

Der private Landhandel rechnet mit weiterhin festen Getreidepreisen. Allerdings wird die große Preisdifferenz zwischen Brot- und Futterweizen abschmelzen. Für Raps könnte im kommenden Frühjahr sogar die Schwelle von 400 Euro je Tonne überschritten werden.

Flotte Getreidevermarktung

Dem Bundesverband der agrargewerblichen Wirtschaft (BVA) zufolge wird die etwas unterdurchschnittliche Getreideernte 2010 überwiegend flott vermarktet. Probleme bereitet beim Weizen teilweise die Qualität, insbesondere im Export. Der deutsche Handel kauft daher Qualitätsweizen aus Nordamerika und Frankreich zu, um seine Verpflichtungen zu erfüllen, während deutscher Futterweizen in die Niederlande geliefert wird. Die Weizenernte ist - bis auf kleine Restbestände in Ostdeutschland - endlich abgeschlossen. An Mais wird durch den niederschlagsreichen August eine fast normale Ernte erwartet.

Vorkontrakte nicht in Frage stellen

BVA-Präsident Bruno Fehse ermahnte die Marktpartner, Vorkontrakte nicht in Frage zu stellen. Nach Darstellung des Handels versuchen Landwirte vereinzelt, vor der Ernte geschlossene Lieferverträge aufzulösen, weil sie die kontrahierte Qualität durch den ungewöhnlichen Witterungslauf nicht aus eigener Erzeugung liefern können. Der Handel will hier hart bleiben und einen Flächenbrand vermeiden. Fehse sagte, höhere Gewalt sei nicht im Spiel. Darum müssten Vorkontrakte erfüllt werden, nötigenfalls durch Zukauf oder einen Preisausgleich.

Regulierung der Terminmärkte kritisiert

Eine deutliche Absage erteilte der BVA einer strengeren Regulierung der Terminmärkte. Vorübergehend hohe Preise seien für die Landwirte und den Handel eine große Chance, einen attraktiven Deckungsbeitrag zu erzielen, so der Verband. Übermäßige Eingriffe in den Markt seien strikt abzulehnen. Gegenüber der Politik will der BVA in den kommenden Wochen Aufklärung über die Funktion von Warentermingeschäften betreiben.

Erleichterung für Nachhaltigkeitszertifizierung gefordert

Politischen Handlungsbedarf sieht der Landhandel auch bei der Nachhaltigkeitszertifizierung von flüssiger Biomasse. Zwar dürften bis Ende 2010 wesentliche Teile des Handels nach dem RedCert-System zertifiziert sein. Der Handel verlangt aber praxisnahe Erleichterungen für die geforderte Stichprobenquote von drei Prozent auf Erzeugerebene und die Erfüllung der Massenbilanz. Sollte die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) nicht zu unbürokratischeren Lösungen bereit sein, schließen einige Handelsunternehmen eine Klage nicht aus. BVA-Präsident Fehse verwies darauf, die entsprechenden EU-Vorgaben zur Nachhaltigkeitszertifizierung seien in allen anderen Mitgliedstaaten entweder noch gar nicht oder wesentlich unbürokratischer umgesetzt worden. Mit der Rücklaufquote der Selbsterklärungen durch die Landwirte ist der Handel zufrieden. Die Industrie könne ab 2011 mit einer ausreichenden Menge an zertifizierter Biomasse versorgt werden. (dlz agrarmagazin/leh)

  • Podcast: '40 bis 60 Prozent Qualitätsgetreide zu Futterware abgestuft'
    Bei der Jahreskonferenz des Bundesverbands der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. (BVA) stellte der Präsident Bruno Fehse die Ergebnisse der diesjährigen Ernte vor. anhören...
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Keywords BVA | Erntegespraech | Getreideernte | Rapsernte
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