Passau - Biokreis, Biopark und Verbund Ökohöfe haben die Bundesvereinigung Ökologischer Landbau (BVÖL) gegründet.
Mit der Gründung der BVÖL reagieren die Öko-Anbauverbände auf die zunehmende Bedeutung agrar- und gesellschaftspolitischer Entscheidungen.
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Die neue Vereinigung (BVÖL) ist eine gemeinsame Interessenvertretung von Bio-Bäuerinnen und -Bauern. Ziel des Zusammenschlusses ist die Verbesserung von gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Landwirtschafts-, Gartenbau- und Weinbaubetriebe sowie Imkereien - zum Ausbau und zur Stärkung einer zukunftsfähigen, gentechnikfreien Landwirtschaft und artgerechten Tierhaltung.
Bündelung gemeinsamer Ressourcen
Mit der Gründung der BVÖL reagieren die Anbauverbände nicht zuletzt auf die zunehmende Bedeutung agrar- und gesellschaftspolitischer Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene. Durch die Bündelung gemeinsamer Ressourcen und Kompetenzen wird die Verhandlungsposition der Bio-Erzeuger insgesamt gestärkt, sowohl in politischen Entscheidungsprozessen als auch gegenüber der konventionellen Landwirtschaft, aber auch gegenüber Verarbeitung und Handel in der Wertschöpfungskette der Biobranche.
Dabei muss sich der ökologische Landbau in Deutschland bei der Interessenfindung, bedingt durch die frühere historische Teilung in "Ost" und "West", einer besonderen Herausforderung stellen, denn in den neuen Bundesländern bewirtschaften Biobauern weitaus größere Flächen als zum Beispiel in Süddeutschland. Die dadurch vorherrschenden unterschiedlichen Gegebenheiten der Mitglieder regionaler Anbauverbände sollen über die neue BVÖL aufgegriffen und konstruktiv bearbeitet werden, um Biobetriebe nicht gegen Biobetriebe und Regionen nicht gegen Regionen ausspielen zu lassen.
Gefragt ist eine innovative ökologische Landwirtschaft
Die Initiatoren der BVÖL sind davon überzeugt, dass eine innovative ökologische Landwirtschaft mehr bedeutet als die Bewirtschaftung von Höfen zur Erzeugung gesunder Lebensmittel. Sie steht ebenso für die Wahrnehmung existentieller Aufgaben im Landschaftsschutz, im Tierschutz, zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe sowie zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Diese Anliegen verbinden Bio-Landwirte im Norden, Süden, Osten und Westen Deutschlands - unabhängig von ihrer Hofgröße.
In enger Kooperation mit dem Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), der International Federation of Organic Agricultural Movements (IFOAM), landwirtschaftlichen und Umweltverbänden sowie Wissenschaftlern sollen auf nationaler und europäischer Ebene praxisnahe Lösungen für aktuelle Herausforderungen bei Tierhaltung, Fütterung, Zucht, erneuerbaren Energien sowie im
Pflanzenbau erarbeitet und voran gebracht werden.