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Unterstützt werde das Verbundprojekt "Entwicklung und Erprobung eines Trägersystems mit Sensortechnik zur Auffindung wild lebender Tiere beim Mähen landwirtschaftlicher Flächen" nicht nur von Claas, sondern auch von den Unternehmen DLR und ISA Industrieelektronik sowie der TU München, der Uni Hohenheim und dem Landesjagdverband Bayern.
Laut Darstellung von Claas erfordert vor allem der erste Grasschnitt in der Grünlandernte richtiges Mähen, um bei leistungsstarken Mäheinheiten die Wildtiere nicht zu gefährden. Die heute üblichen frühen Silageschnitte böten bereits gute Voraussetzungen, um die Flächen abzuernten, bevor die Rehkitze von den Muttertieren im Schutz der Grasbestände geboren würden. Bei späteren Schnittterminen und in Waldrandnähe sei jedoch immer Vorsicht geboten und eine Abstimmung mit dem Revierverantwortlichen sinnvoll und sogar gesetzlich vorgeschrieben.
Tipps für richtiges Mähen
Die Begehung der betroffenen Flächen mit Hunden sei ein wirkungsvolles Mittel, um Wildtierverluste zu vermeiden, so Claas. Auf jeden Fall sollten die Flächen mit möglichem Wildtierbesatz abends angemäht werden, damit die Ricke die Kitze aus dem veränderten Umfeld herausbringen könne. Als wirkungsvoll habe sich auch das Abmähen der Flächen mit offenen Fluchtrichtungen für das Wild herausgestellt. Eine weitere Möglichkeit sei, bei der Mahd im Grünland von innen nach außen zu arbeiten. Wenn Landwirte und Jäger konstruktiv kooperierten, könne bereits ohne neue Technologien ein wirkungsvoller Wildtierschutz erzielt werden.
Funktionsprinzip des Wildretters
Der Infrarot-Wildretter ist eine Entwicklung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V. in Oberpfaffenhofen bei München. Hochentwickelte Sensoren erfassen die Infrarotstrahlung der Tiere, die sie auf Grund ihrer Körperwärme abgeben. Auf einer Tragestange montiert, suchen die Infrarot-Sensoren aus 60 bis 80 Zentimeter Höhe Feld und Wiese kontinuierlich ab. Das Wild, das sich im hohen Bewuchs versteckt hält, wird geortet und kann vor den messerscharfen Mähgeräten gerettet werden. (AgE/pd)
Weitere Informationen unter www.wildretter.de

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