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Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Auftragseingang im Gesamtjahr 2009 um rund 38 Prozent auf einen Wert von 842,3 Millionen Euro (Vorjahr: 1.363,5 Millionen Euro). Der Motorenabsatz habe sich mit 117.961 Stück sogar etwas mehr als halbiert (Vorjahr: 252.359 Stück). Durch eine positive Mixverschiebung hin zu größeren Motoren sei der Umsatzrückgang mit 42,2 Prozent deutlich moderater ausgefallen und habe zum Jahresende bei 863,4 Millionen Euro gelegen (Vorjahr: 1.495,0 Millionen Euro).
DEUTZ habe aber die Absatzkrise als Chance genutzt, um das Unternehmen und seine Prozesse neu zu strukturieren. Das Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm "MOVE" habe seit seinem Start im vierten Quartal 2008 einen positiven Ergebnisbeitrag von 136 Millionen Euro gebracht, davon rund 85 Millionen Euro dauerhaft für die Folgejahre. Wesentliche Effekte resultierten aus Material- und Sachgemeinkosteneinsparungen sowie aus eingeleiteten Personalmaßnahmen im indirekten Bereich zur Absenkung der Fixkostenbasis und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
Trendwende im vierten Quartal 2009
Darüber hinaus sei es DEUTZ gelungen, mit einem konsequenten Working Capital Management einen positiven operativen Cashflow in Höhe von 117,4 Millionen Euro zu erreichen und die Krise mit einer positiven Nettofinanzposition von 2,9 Millionen Euro zum 31.12.2009 praktisch schuldenfrei zu überstehen. Durch diese Maßnahmen habe der Volumenrückgang zwar nicht ganz, aber zu einem erheblichen Teil kompensiert werden können. Das operative Ergebnis (EBIT vor Einmaleffekten) sei daher mit - 46,3 Millionen Euro negativ ausgefallen. Ein Blick auf die positive Entwicklung im vierten Quartal 2009 zeige jedoch, dass DEUTZ den Tiefpunkt weit hinter sich gelassen habe.
Beim Auftragseingang habe sich im vierten Quartal eine deutliche Trendwende gezeigt, und DEUTZ habe ein Plus von rund 12 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2009 verbuchen können. Insbesondere bei Motoren für den Baumaschinenbereich seien steigende Auftragszahlen verzeichnet worden. Auch der Absatz habe im vierten Quartal "mit einem satten Plus von 18 Prozent" wieder kräftig angezogen. Mit einem Umsatzanstieg gegenüber dem Vorquartal von fast 19 Prozent sei das vierte Quartal außerdem das umsatzstärkste Quartal im Geschäftsjahr 2009 gewesen.
Finanzierung ist weiterhin gesichert
Darüber hinaus habe DEUTZ eine Einigung mit den US-amerikanischen Investoren erzielt und damit einen wesentlichen Schritt zu einer dauerhaften Neustrukturierung der Finanzierung getan. Nachdem die Einhaltung der Finanzkennzahlen aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung gefährdet gewesen sei, hätte DEUTZ bereits im vergangenen Jahr Gespräche mit den Investoren aufgenommen, um die Finanzierung weiterhin zu sichern. Nun habe eine Einigung über die Konditionen der Anschlussfinanzierung erzielt werden können. "Wir haben eine sehr gute Lösung für DEUTZ ausgehandelt. Es ist uns gelungen, mit dem Private Placement unsere Finanzierung langfristig abzusichern und damit weitere Investitionen und Wachstum zu ermöglichen. Die Einigung mit den Investoren ist ein Beleg für das Vertrauen in die Zukunft unseres Unternehmens", so Dr. Margarete Haase, DEUTZ-Vorstand für Finanzen, Personal und Investor Relations.
Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit Absatz- und Umsatzzahlen deutlich über dem Vorjahresniveau und einem positiven operativen Ergebnis. Gleichzeitig werde DEUTZ auch weiterhin auf hohem Niveau in Forschung und Entwicklung investieren um seine Position als Technologieführer zu festigen. Schon im Krisenjahr 2009 seien die Zukunftsinvestitionen gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht worden, um damit die Weichen für eine neue Produkt- und Marktstrategie zur Reduzierung der Zyklizität zu stellen. Dr. Helmut Leube, Vorstandsvorsitzender der DEUTZ AG: "Alles in Allem geht DEUTZ gestärkt aus der Krise hervor und kann als Traditionsunternehmen mit 'neuem Antrieb' optimistisch in die Zukunft blicken." (pd)

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