Mittwoch, 23.05.2012
Agrarbetriebswirtschaft als duales Studium
Mosbach - Das duale Studium Betriebswirtschaftslehre-Handel mit neuem Profil Agrarbetriebswirtschaft an der DHBW Mosbach bringt Agrarunternehmen und Abiturienten zusammen.
Der Aktionstag `Girls Day` soll die Schülerinnen an die Bereiche Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaft heranführen und ihr Interesse über mädchentypische Berufe hinaus erweitern.
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Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), wird im Bereich Betriebswirtschaftslehre-Handel ab Oktober den neuen Studiengang Agrarbetriebswirtschaft anbieten. Zusätzlich zu den klassischen BWL-Studieninhalten und einer Vertriebsausrichtung kommen im Studium agrarspezifische Inhalte vor. Dies sind Pflanzen- und Tierkunde, Pflanzen- und Tieraufzucht, Agrarpolitik und –recht, Umwelt- und Lebensmittelthematik, Agrarvertrieb, -technik und –logistik, ökologische Landwirtschaft, Chancen und Strategien der Landwirtschaft sowie Projektmanagement Agrarbetrieb an einem Projektbeispiel. Studienbeginn ist der 1.10. dieses Jahres, häufig gekoppelt mit einem Vorpraktikum ab 1.08 oder 1.09.
Agrarunternehmen die Nachwuchs suchen
Gesucht werden zum einen Ausbildungsbetriebe aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, insbesondere auch Direktvermarkter, Genossenschaften, Verarbeiter, Maschinenringe, Agrarhandel, Agrartechnikhersteller, Saatgut-, Dünge- und Pflanzenschutzhersteller. Ziel ist es, qualifizierten Nachwuchs für Vertrieb, Logistik, betriebswirtschaftliche Verwaltung sowie Unternehmens- und Betriebsführung auszubilden. Für die Unternehmen fallen als Kosten lediglich die monatliche Ausbildungsvergütung (cirka 500 bis 700 Euro) an und darüber erfolgt eine günstige Integration der Studierenden ins Unternehmen. In den Praxisphasen lernen die Studierenden die verschiedenen Tätigkeiten im Unternehmen kennen, arbeiten bei diesen mit, integrieren sich sozial und führen, begleitet durch die Hochschule zwei Projektarbeiten und ihre Bachelorarbeit an praktischen betrieblichen Problemstellungen durch. Davon profitiert das Unternehmen direkt, langfristig interessant ist die Verbleibensquote der Absolventen, welche meist bei 80 Prozent oder mehr liegt.
Abiturienten die Karrierechance suchen
Auf der anderen Seite werden Studierende mit Interesse am Agrarbereich gesucht. Aufnahmevoraussetzung sind entweder das Abitur, die Fachhochschulreife mit erfolgreichem Studiereignungstest, eine Meister-Ausbildung oder analog einen IHK-Fachwirt plus ein Beratungsgespräch. Die Studierenden profitieren von der Ausbildungsvergütung und schließen praxisorientiert nach drei Jahren ihr Bachelor-Studium mit 210 ECTS ab. Bedingt durch das gemeinsame, wohl organisierte Studium in Gruppen von cirka 25 bis 30 Studierenden gibt es eine sehr geringe Abbrecherquote. Studienbewerber können sich selber auch ein neues geeignetes Unternehmen suchen oder bewerben sich bei den vorhandenen Ausbildungsbetrieben. Ohne Ausbildungsvertrag mit einem zugelassenen Ausbildungsbetrieb ist keine Einschreibung zum Studium möglich.
Duale Studiengänge liegen im Trend
Die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), früher Berufsakademie BW, ist mit fast 28.000 Studierenden an acht Standorten und vier Außenstellen, davon fast 3.300 am Standort Mosbach, die größte deutsche Einrichtung im Bereich dualer Studiengänge. Duale Studienprogramme boomen derzeit. Am Standort Mosbach ist z.B. die Anfängerzahl von 962 (Jahr 2010) auf 1538 (Jahr 2011) gestiegen. Ein Grund dafür ist, dass die dreijährigen Bachelor-Studiengänge alle akkreditiert und damit international anerkannt sind als Intensivstudiengänge mit 210 ECTS. Dies resultiert aus dem Wechsel von zwölfwöchigen Theoriephasen an der DHBW Mosbach und im Durchschnitt 14-wöchigen Praxisphase des Studierenden in seinem Ausbildungsunternehmen, nur mit dem jeweiligen betrieblichen Jahresurlaub. Dies fordert und fördert die Studierenden. Daneben bietet die DHBW weiterführende Teilzeit-Master-Studiengänge für seine Absolventen an. Ansprechpartner ist Prof. Dr. Alexander Neumann (neumann@dhbw-mosbach.de), Tel. 06261-939-113
pd
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