Mittwoch, 23.05.2012
Weitere Rübenschnitzel mit erhöhtem Dioxingehalt entdeckt
Schwerin - Nachdem gestern bekannt wurde, dass in Niedersachsen Zuckerrübenschnitzel mit erhöhtem Dioxinwert an Landwirte geliefert wurde, meldet heute auch Mecklenburg-Vorpommern Verunreinigungen.
Der in den Rüben enthaltene Zucker macht sie zu einem energiereichen Gärsubstrat.
© landpixel
Nach derzeitigem Kenntnisstand sind in Mecklenburg-Vorpommern vier tierhaltende Betrieb mit Zuckerrübenschnitzeln, beziehungsweise Zuckerrübenschnitzelhaltigen Futtermitteln beliefert worden, die einen erhöhten Dioxingehalt aufweisen. Das teilt das Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern mit. Die Schnitzel stammen aus Chargen, bei denen im Rahmen der Eigenkontrolle des Herstellers ein Dioxingehalt oberhalb des Grenzwertes von 0,75 ng/kg festgestellt wurden.
Risikoanalyse für bereits verfütterte Schnitzel
Von der insgesamt gelieferten Menge (circa88 Tonnen) sei die noch
vorhandene Menge von etwa 35 Tonnen umgehend gesperrt worden. Diese
werden unter Aufsicht der Futtermittelüberwachungsbehörde durch den
Lieferanten entsorgt.
Für die bereits verfütterten Mengen wurde eine Risikoanalyse
durchgeführt, bei der der gemessene Höchstgehalt im Ausgangsmaterial und
der Anteil der Zuckerrübenschnitzel an der Gesamtfutterration für die
jeweilige Tierart in Relation gestellt werden. Damit wurde eine mögliche
Belastung der verfütterungsfertigen Futtermittel errechnet. Auch bei
Annahme der Höchstbelastung ist davon auszugehen, dass der Dioxingehalt
in der Futterration zu keiner Höchstwertüberschreitung führt.
Es gibt keine Ansatzpunkte, die auf eine mögliche
Grenzwertüberschreitung bei Lebensmitteln hinweisen.
Auch in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt kam es zu Verunreinigungen. Mehr dazu lesen Sie hier ...
pd
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